Hinrichtungen im Kontext der Proteste
Iran hat erneut zwei Männer im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten hingerichtet, die Ende Dezember 2025 begannen. Die Justizbehörden gaben bekannt, dass Mehdad Mohammadi-Nia und Ashkan Maleki am Montagmorgen exekutiert wurden. Ihnen wurde vorgeworfen, während der Massenproteste eine Moschee in Brand gesetzt zu haben, wie das justiznahe Nachrichtenportal Misan berichtete.
Hintergrund der Proteste
Die Demonstrationen waren ursprünglich aus wirtschaftlichen Gründen ausgebrochen, entwickelten sich jedoch schnell zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung des Landes. Der Staat ließ die Proteste gewaltsam niederschlagen, wobei Tausende Demonstranten getötet wurden.
Steigende Zahl von Hinrichtungen
Laut der in Norwegen ansässigen Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) wurden mindestens 17 Menschen im Zusammenhang mit den Protesten hingerichtet. Die Organisation erklärte auf X: „Die Hinrichtung von Demonstranten und Gefangenen, denen sicherheitsrelevante Straftaten vorgeworfen werden, ist ein Mittel der Unterdrückung und der Einschüchterung der Öffentlichkeit.“
Kritik von Menschenrechtsgruppen
Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981. Auch im Kontext des Irankriegs wurden Todesurteile gegen mutmaßliche Spione und politische Gefangene vollstreckt.
Angst in der Bevölkerung
Die iranische Bevölkerung leidet unter wirtschaftlicher Not und Staatsterror. Viele fürchten eine noch düsterere Zukunft, während die Gespräche über ein Ende des Krieges ungewiss sind. Die Hinrichtungen werden als Instrument der Einschüchterung eingesetzt, um die Bevölkerung ruhig zu halten.



