Bei russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die ukrainische Region Charkiw sind nach Behördenangaben am Montag mindestens vier Menschen getötet und mehr als 20 weitere verletzt worden. Alle vier Todesopfer sollen in der Stadt Tschuhujiw ums Leben gekommen sein, wie die örtliche Militärverwaltung mitteilte. Die Angriffe ereigneten sich im Zuge der anhaltenden russischen Offensive in der Ostukraine.
Details der Angriffe
Nach Angaben der ukrainischen Behörden wurden mehrere Raketen und Drohnen auf Wohngebiete und zivile Infrastruktur abgefeuert. In Tschuhujiw, einer Stadt etwa 40 Kilometer südöstlich von Charkiw, wurden mehrere Wohnhäuser getroffen. Rettungskräfte sind im Einsatz, um Verschüttete zu bergen und die Verletzten zu versorgen. Die genaue Zahl der Opfer könnte noch steigen, da einige Menschen unter den Trümmern vermutet werden.
Reaktionen und Folgen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte die Angriffe auf das Schärfste und forderte mehr militärische Unterstützung von den westlichen Verbündeten. Die Region Charkiw ist seit Beginn des Krieges immer wieder Ziel russischer Angriffe. Die Stadt Charkiw selbst, die zweitgrößte Stadt der Ukraine, wurde bereits mehrfach schwer bombardiert. Die anhaltenden Angriffe auf die Zivilbevölkerung werden international als Kriegsverbrechen verurteilt.
Die russische Seite äußerte sich zunächst nicht zu den Angriffen. Die Ukraine geht davon aus, dass Russland seine Offensive im Osten des Landes verstärken wird, um weitere Gebiete zu erobern. Die humanitäre Lage in der Region bleibt angespannt, viele Menschen sind auf der Flucht.



