Im Südlibanon ist ein Soldat der UN-Friedensmission Unifil bei einem Mörserangriff auf einen Beobachtungsposten getötet worden. Der Blauhelmsoldat erlag in den frühen Morgenstunden seinen schweren Verletzungen, nachdem er zunächst in ein Krankenhaus in Beirut gebracht worden war. Zwei weitere Blauhelme wurden bei dem Angriff verletzt. Der Vorfall ereignete sich am späten Mittwochabend in der Nähe der Ortschaft Mardschajun.
Israel beschuldigt Hisbollah
Die israelische Armee erklärte, dass Hisbollah-Kämpfer die Mörsergranaten abgefeuert hätten, die den Unifil-Posten trafen. Eine Untersuchung der Flugbahnen habe dies eindeutig ergeben. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Die Hisbollah selbst äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Unifil fordert Ende der Gewalt
Die UN-Friedensmission machte zunächst keine Angaben zur Herkunft des Angriffs und nannte auch nicht die Nationalität des getöteten Soldaten. Man habe eine Untersuchung zur Klärung des genauen Hergangs eingeleitet. Unifil betonte, dass im Südlibanon zuletzt eine „zunehmend hohe Zahl“ an Flugbahnen und Einschlägen registriert worden sei. Die Gewalt müsse beendet werden, forderte die Mission.
Hintergrund: Konflikt zwischen Israel und Hisbollah
Im Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah wurden im Libanon bereits mehrfach Unifil-Soldaten getötet oder verletzt. In der Nacht starteten Israel und der Libanon erneut einen Anlauf zur Umsetzung einer bisher kaum wirksamen Waffenruhe. Die Hisbollah äußerte sich dazu bisher nicht. Die UN-Mission ist seit 1978 im Libanon stationiert und soll die Stabilität in der Region sichern.



