Ukraine-Krieg: Russische Drohnen jagen Busse – Fahrer in Lebensgefahr
Ukraine: Drohnen jagen Busse – Fahrer in Gefahr

In den besonders umkämpften Regionen der Ukraine werden alltägliche Wege für Zivilisten lebensgefährlich. Russische Drohnen jagen zunehmend Busse. In Cherson, einer Stadt im Süden der Ukraine, die nach Kriegsbeginn von Russland besetzt und später von der ukrainischen Armee zurückerobert wurde, ist der öffentliche Nahverkehr ein Hauptziel. Das berichtet die BBC.

Busse unter Beschuss: Tote und Verletzte

Das städtische Verkehrsunternehmen teilte der BBC mit, dass russische Drohnenpiloten gezielt Busse angreifen. In diesem Jahr wurden bereits drei Mitarbeiter getötet und acht verletzt. 29 städtische Busse und sechs privat betriebene Busse wurden beschädigt.

Drohnen mit Glasfaserkabeln: Immun gegen Störsignale

Rita Dobrinova, eine Managerin bei den Verkehrsbetrieben, erklärte der BBC, dass die Bedrohung zugenommen habe, seit die Russen Drohnen mit Glasfaserkabeln einsetzen. Diese seien immun gegen Störsignale. „Manche schweben einfach nur und warten“, sagte sie. Andere kämen den Fahrern ganz nah und positionierten sich vor den Windschutzscheiben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Fahrer berichten von Angriffen

Anatoli Dmytrow, ein Busfahrer, erlebte einen Angriff: „Alle Fenster wurden zertrümmert. Ich schaffte es gerade noch bis zur nächsten Haltestelle, wo es einen Schutzraum gab.“ Er sagte: „Es macht keinen Spaß, hier zu arbeiten. Das passiert fast jeden Tag, sie haben angefangen, Busse zu jagen. Man geht zur Arbeit und hat keine Ahnung, ob man wieder nach Hause kommt.“

Eduard Zadorozhny überlebte einen Angriff auf seinen Firmenwagen. „Sie haben uns getroffen, wir sind ausgestiegen, und als ein Krankenwagen eintraf, um uns zu helfen, haben sie den Krankenwagen getroffen“, erinnert er sich. Trotz der Gefahr versuchen die Menschen, normal weiterzuleben. Busfahrer Maksym Dyak betont: „Wir müssen die Menschen zu ihren Apotheken und Krankenhäusern bringen: Kinder und ältere Menschen. Niemand außer uns wird das tun.“

Selenskyj: Friedensverhandlungen vor dem Winter

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach sich in einem Interview mit CBS für Friedensgespräche mit Russland vor dem Winter aus. Er verwies auf eine verbesserte strategische Lage der Ukraine. „Vor dem Winter müssen wir einen Weg finden, einen diplomatischen Weg, uns zusammenzusetzen und zu sprechen“, sagte er.

Deutsche Unternehmer kehren zu Putins Wirtschaftsforum zurück

Nach Jahren der Zurückhaltung wegen des Ukraine-Krieges treten deutsche Unternehmer erstmals wieder offiziell beim Wirtschaftsforum in St. Petersburg auf. Amerikaner und Franzosen waren bereits seit letztem Jahr mit einem Business-Dialog präsent.

Bundesregierung: Keine generelle Aufnahme russischer Männer

Die Bundesregierung sieht im Risiko einer Rekrutierung keinen generellen Grund für eine Aufnahme russischer Männer als Flüchtlinge. Die Erteilung von Schutz bleibe eine Einzelfallentscheidung, so ein Sprecher des Bundesinnenministeriums.

Russland kritisiert Tanker-Kontrolle durch Frankreich

Russland bezeichnete die Kontrolle eines sanktionierten Öltankers durch die französische Marine als illegal. Es grenze an Piraterie, erklärte der Kreml. Die russische Botschaft in Paris forderte Informationen über mögliche russische Staatsbürger an Bord.

Litauen: Ukraine soll bis 2030 EU-Mitglied werden

Litauens Regierungschefin Inga Ruginiene macht sich für eine schnelle EU-Vollmitgliedschaft der Ukraine stark. „Die Ukraine muss bis 2030 vollwertiges EU-Mitglied werden“, sagte sie in Vilnius.

Ukrainische Angriffe auf russische Nachschubwege

Die ukrainische Kampagne gegen russische Nachschub- und Versorgungswege beeinträchtigt zunehmend die Versorgung der Besatzungstruppen von Luhansk bis zur Krim, so das Institute for the Study of War (ISW).

USA streichen Programme zur Dokumentation von Kriegsverbrechen

Die US-Regierung unter Donald Trump hat einen erheblichen Teil der Programme gestrichen, die die Ukraine bei der Dokumentation russischer Kriegsverbrechen unterstützten. Betroffen sind Projekte zu Angriffen auf Zivilisten, Folter, sexualisierter Gewalt und der Deportation ukrainischer Kinder, berichtet Reuters.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Belarussische Unternehmen in russischer Kriegswirtschaft

Mehr als 500 belarussische Unternehmen sind in die russische Kriegswirtschaft eingebunden, von Munitionsproduktion bis zur logistischen Unterstützung, schreibt die Organisation BELPOL.

Russland verbietet Ausfuhr von Flugtreibstoff

Angesichts ukrainischer Drohnenangriffe auf Raffinerien hat Russland die Ausfuhr von Flugtreibstoff bis zum 30. November verboten, um die Stabilität des heimischen Kraftstoffmarktes zu gewährleisten.

Weitere Angriffe: Verletzte in Charkiw

Bei russischen Angriffen wurden in der Ukraine erneut rund ein Dutzend Menschen verletzt. In Charkiw trafen Einschläge zwei Wohnblocks, teilte Gouverneur Oleh Synjehubow mit.

EVP-Chef Weber unterstützt Merz‘ Vorschlag für EU-Sonderstatus

Manfred Weber, Chef der Europäischen Volkspartei, stellte sich hinter den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz für einen EU-Sonderstatus der Ukraine. Dies sei ein kreativer und guter Vorstoß, sagte der CSU-Politiker.