Der Vulkan Ätna auf der italienischen Mittelmeerinsel Sizilien ist erneut ausgebrochen und hat eine massive Aschewolke ausgestoßen. Dies führte zu erheblichen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs am nahe gelegenen Flughafen Catania. Wie die Flughafengesellschaft SAC mitteilte, war der Luftraum südlich des Vulkans am 5. Juli bis 19 Uhr nur eingeschränkt nutzbar. Betroffen waren sowohl startende als auch landende Maschinen.
Flugausfälle und Verspätungen
Mehrere Flüge wurden gestrichen, darunter eine Verbindung nach Berlin. Andere Jets hoben mit Verspätung ab oder mussten nach Palermo ausweichen. Passagiere sollten den Status ihres Fluges vor der Fahrt zum Flughafen bei der jeweiligen Airline abfragen, rät die SAC. Die Asche tritt nach Angaben des italienischen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) aus einer Öffnung am Ätna aus. Die Eruptionswolke stieg demnach rund 1,5 Kilometer über den Gipfel.
Hintergrund: Der Ätna als einer der aktivsten Vulkane Europas
Der Ätna gehört zu den aktivsten Vulkanen Europas und bricht regelmäßig aus. In den Jahren 1979 und 1987 wurden dabei mehrere Touristen getötet. Der schwerste dokumentierte Ätna-Ausbruch ereignete sich 1669. Damals wurden über 20.000 Menschen getötet und Teile von Catania zerstört. Die aktuelle Eruption zeigt erneut die Gefahren, die von dem Vulkan ausgehen, und die Auswirkungen auf die Infrastruktur der Region.
Auswirkungen auf den Reiseverkehr
Der Ausbruch hat nicht nur den Flughafen Catania lahmgelegt, sondern auch Verbindungen nach Deutschland betroffen. Reisende müssen mit weiteren Einschränkungen rechnen, solange die Aschewolke anhält. Die SAC empfiehlt, sich vor Reiseantritt bei den Airlines über den aktuellen Status zu informieren. Der Luftraum über Sizilien bleibt voraussichtlich weiterhin eingeschränkt, bis die vulkanische Aktivität nachlässt.



