Schusswaffenvorfall in Toledo: Zwölf Menschen verletzt
Bei einem beliebten Sommerfestival in der Stadt Toledo am Eriesee im US-Bundesstaat Ohio sind am späten Samstagnachmittag Schüsse gefallen. Nach Angaben der Polizei wurden zwölf Menschen angeschossen, zwei von ihnen schweben in Lebensgefahr. Die Beamten gehen davon aus, dass es mindestens zwei Schützen gab, die vermutlich aufeinander schossen. Bislang wurde niemand festgenommen, die Fahndung nach den Verdächtigen läuft auf Hochtouren.
Das „Old West End Festival“ in Toledo ist seit vielen Jahren ein beliebtes Ereignis, zu dem Hunderte Gäste strömen. Die Polizei betonte, dass für die Sicherheit der Veranstaltung zusätzliche Beamte im Einsatz waren. Toledo liegt im Nordwesten von Ohio am Ufer des Eriesees und hat rund 260.000 Einwohner.
Gouverneur zeigt sich erschüttert
Der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, zeigte sich angesichts des „sinnlosen Verbrechens“ tief erschüttert. Auf der Plattform X schrieb er: „Sommerfestivals sollten sichere Orte sein, an denen Familien Zeit miteinander verbringen können, ohne Gewalt fürchten zu müssen.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Polizei die Verdächtigen fassen werde.
Waffengewalt in den USA ein anhaltendes Problem
In den USA kommt es immer wieder zu aufsehenerregenden Fällen von Waffengewalt – etwa an Schulen, in Supermärkten, Nachtclubs oder bei großen Veranstaltungen. Schusswaffen, darunter auch halbautomatische Waffen, sind in den USA leicht erhältlich. Trotz des großen Entsetzens nach besonders schlimmen Vorfällen mit vielen Toten scheitern Bemühungen, die Waffengesetze zu verschärfen, seit Jahren immer wieder.
Die Polizei von Toledo bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche nach den Tätern. Zeugen sollen sich melden, um weitere Informationen zu dem Vorfall zu liefern.



