Urteil in Frankreich
Der in Deutschland bereits wegen dreifachen Kindsmordes verurteilte sogenannte Maskenmann ist in Frankreich zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Nantes sprach den 55-jährigen Deutschen Martin N. des Mordes an dem zehnjährigen Jonathan im April 2004 schuldig.
Prozessverlauf
Während des Verfahrens hatte der Angeklagte die Tat bestritten. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, den Jungen entführt, missbraucht und getötet zu haben. Die Beweislage stützte sich unter anderem auf DNA-Spuren und Zeugenaussagen.
Reaktionen
Die Familie des Opfers zeigte sich erleichtert über das Urteil. Der Verteidiger kündigte an, in Berufung zu gehen. In Deutschland war Martin N. bereits zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Hintergrund
Der Fall des Maskenmannes sorgte in den 2000er Jahren für großes Aufsehen. Der Täter trug bei seinen Taten eine Maske, was ihm seinen Spitznamen einbrachte. Die Verurteilung in Frankreich bedeutet eine weitere lebenslange Haftstrafe für den Serientäter.



