Portland – Eine Serie brutaler Morde an Frauen in Oregon sorgte 2023 für Entsetzen. Nun steht der mutmaßliche Täter Jesse Lee Calhoun (41) vor Gericht. Der ehemalige freiwillige Feuerwehrmann soll fünf Frauen getötet haben.
Die Mordserie begann im Februar 2023
Die erste Tat ereignete sich am 19. Februar 2023. Die 22-jährige Kristin Smith wurde tot in einem Waldgebiet im Südosten von Portland gefunden. Nur wenige Wochen später, am 8. April, entdeckte man die Leiche von JoAnna Speaks (32) in einer Scheune. Am 24. April folgte der Fund von Charity Perry (24) auf dem Gelände eines ehemaligen Drogenumschlagplatzes. Am selben Tag wurde eine bis heute nicht identifizierte Frau nur fünf Kilometer vom ersten Opfer entfernt gefunden. Ende April stießen Passanten auf Bridget Webster (31), und Anfang Mai tauchten die sterblichen Überreste von Ashley Real (22) auf.
Die Anklage gegen Jesse Lee Calhoun
Dem 41-Jährigen werden fünf Fälle von Mord zweiten Grades (vergleichbar mit Totschlag nach deutschem Recht) sowie vierfache Leichenschändung vorgeworfen. Seine Anwältin erklärte, er plädiere auf nicht schuldig. Calhoun ist mehrfach vorbestraft, unter anderem wegen Autodiebstahls und versuchten Mordes an einem Polizeihund. Während einer Haftstrafe half er 2020 als freiwilliger Feuerwehrmann bei der Bekämpfung von Waldbränden, was zu einer Strafminderung führte.
Das drohende Strafmaß
Bei einer Verurteilung droht Calhoun lebenslange Haft. Die Todesstrafe ist in Oregon derzeit ausgesetzt. Der Prozessbeginn steht noch nicht fest.
Angehörige der Opfer äußern sich
Bei einer Anhörung vergangene Woche waren zahlreiche Angehörige der Getöteten anwesend. Masciell Real, Schwester von Ashley Real, sagte gegenüber US-Medien: „Ihn heute zu sehen und zu wissen, dass er jetzt hinter Gittern ist, nimmt mir eine große Last von den Schultern. Es ist beruhigend zu wissen, dass er nicht mehr da draußen ist und keiner anderen Frau mehr Schaden zufügen kann.“ Melissa Smith, Mutter von Kristin Smith, erklärte: „Wir alle haben das Schlimmste erlebt, was einem passieren kann, und es ist unglaublich schwer mitanzusehen, wie eine andere Familie genauso leidet wie wir.“



