Live-Ticker: Buckelwal Timmy wird heute obduziert
Buckelwal Timmy wird heute obduziert

Auf der dänischen Insel Anholt beginnt heute die Obduktion des Buckelwals Timmy. Der Kadaver liegt seit drei Wochen an der Küste und wird nun von einem Team aus Forschern, Tierärzten und Pathologen untersucht. Ziel ist es, die Todesursache des Meeressäugers zu klären, der am 2. Mai freigelassen wurde.

Gefahr bei der Sezierung

Die Experten müssen bei der Arbeit äußerste Vorsicht walten lassen. Der Kadaver ist stark aufgebläht, und beim Öffnen können schlagartig Gase und Flüssigkeiten entweichen. Es besteht sogar die Gefahr einer Explosion, wie es in der Vergangenheit bereits vorkam. Ein kontrollierter Schnitt ist entscheidend, damit die Faulgase sicher entweichen können.

Ablauf der Obduktion

Die Untersuchung soll am Donnerstagnachmittag beginnen und etwa sechs Stunden dauern. Zunächst wird der Wal vorsichtig geöffnet, um den Druck abzubauen. Danach können die Wissenschaftler innere Verletzungen wie Knochenbrüche oder Quetschungen feststellen. Auch Reste von Fischernetzen oder Plastik im Maul- und Darmbereich werden gesucht. Für die innere Untersuchung muss ein Mensch in den Kadaver steigen, erklärt Meeresbiologe Fabian Ritter.

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Öffentliche Autopsie

Die Obduktion findet unter den Augen der Presse und Schaulustiger statt, die mit etwas Abstand zusehen dürfen. Tierärzte, Behördenvertreter und Experten werden erwartet. Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde zeigt sich zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Bergung.

Fischernetze als mögliche Todesursache

Wal-Forscher Madsen weist darauf hin, dass bei vier der letzten sechs in Dänemark gestrandeten Buckelwale Fischernetze eine Rolle spielten. In zwei weiteren Fällen war dies zumindest wahrscheinlich. Es ist möglich, dass auch Timmy durch ein Netz verendet ist.

Regnerisches Wetter auf Anholt

Wie BILD-Reporter Matthias Hornung berichtet, herrscht auf der Insel aktuell regnerisches Wetter, was die Arbeiten erschweren könnte. Dennoch sind die Experten optimistisch, die Obduktion wie geplant durchführen zu können.

BILD ist live bei der Obduktion dabei und berichtet in einem Ticker über alle Entwicklungen.

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