Brand in Kiewer Höhlenkloster nach russischem Raketenangriff
Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Brand geraten. Das berichten ukrainische Behörden am Montagmorgen. Der Militärgouverneur von Kiew, Tymur Tkatschenko, teilte auf Telegram mit, dass es nach operativen Informationen ernsthafte Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters gebe. In sozialen Netzwerken kursieren Bilder, die Flammen im Dachbereich der Mariä-Entschlafens-Kathedrale zeigen.
Raketenangriff auf Kiew
Die russische Armee griff Kiew in der Nacht zum Montag mit Raketen an. In der Innenstadt waren zunächst knapp zwei Dutzend Explosionen zu hören, die mutmaßlich von der Flugabwehr stammten, wie ein Korrespondent der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge gab es in drei Stadtteilen Einschläge. Es kam demnach auch zu Stromausfällen und Bränden. Über mögliche Opfer wurde zunächst nichts bekannt.
Bedeutung des Höhlenklosters
Das Höhlenkloster in Kiew ist ein Hauptheiligtum der ukrainischen und russischen orthodoxen Kirchen und steht unter dem Schutz der Unesco. Es zählt zu den bedeutendsten religiösen Stätten des Landes. Die Mariä-Entschlafens-Kathedrale ist die Hauptkirche des Klosters und ein wichtiges kulturelles Erbe.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen eine russische Invasion. Der Angriff auf das Kloster wird international scharf verurteilt.



