31 Jahre Haft: YouTuber ermordet schwangere Freundin mit Fake-Livestream
31 Jahre Haft für YouTuber nach Mord an Partnerin

Ein YouTuber aus Nordirland, Stephen McCullagh (36), ist wegen Mordes an seiner schwangeren Freundin Natalie McNally (†32) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht in Belfast ordnete eine Mindesthaftzeit von 31 Jahren an. Der Fall erregte weltweit Aufmerksamkeit, weil der Täter ein ungewöhnliches digitales Alibi nutzte.

Das falsche Alibi: Ein vorab aufgezeichneter Livestream

Zur Tatzeit im Dezember 2022 streamte McCullagh scheinbar live das Videospiel „Grand Theft Auto: Vice City“ auf seinem YouTube-Kanal. Die Zuschauer glaubten, er sei zu Hause vor dem Computer. Doch Cyberexperten entlarvten die Übertragung als Täuschung: Das mehrere Stunden lange Video war bereits Tage zuvor aufgezeichnet worden.

Während der Aufnahme abgespielt wurde, soll McCullagh zum Haus seiner Freundin im nordirischen Lurgan gefahren sein, sie getötet haben und anschließend zurückgekehrt sein. Die Polizei hatte ihn zunächst aufgrund des vermeintlichen Livestreams als Verdächtigen ausgeschlossen. Erst die Auswertung von Überwachungskameras und digitalen Spuren führte zu seiner Überführung.

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Details der Tat und des Verhaltens nach dem Mord

Die 32-jährige Natalie McNally war in der 15. Schwangerschaftswoche. Der Richter sprach von einem bis ins Detail geplanten und besonders brutalen Mord. Nach der Tat spielte McCullagh den trauernden Freund: Er besuchte die Totenwache, nahm an Gedenkveranstaltungen teil und suchte ihr Grab auf. Die Familie hielt ihn für einen ebenfalls Leidenden.

Laut Gericht zeichnete McCullagh sogar Gespräche mit Angehörigen heimlich auf, um Informationen über die Ermittlungen zu sammeln. Britischen Medien zufolge arbeitete er damals für die Website des „Belfast Telegraph“ und schrieb dort Überschriften zu Berichten über den Mordfall.

Reaktion der Familie

Für die Familie von Natalie McNally endet der Schmerz trotz des Urteils nicht. Ihr Vater Noel sagte, die Angehörigen müssten nach dem Verlust ihrer Tochter selbst eine lebenslange Strafe ertragen. Der Fall zeigt, wie digitale Täuschungen die Ermittlungen erschweren können, aber letztlich durch moderne Forensik aufgeklärt werden.

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