Die Obduktion des verendeten Wals Timmy an der Ostsee hat erste Ergebnisse gebracht. Wie die zuständigen Experten mitteilten, wurde im Darm des Tieres ein Netz gefunden. Dies könnte ein Hinweis auf die Todesursache sein.
Netz im Darm entdeckt
Bei der Untersuchung des Walkadavers stießen die Wissenschaftler auf ein größeres Netz, das sich im Verdauungstrakt des Wals verfangen hatte. „Das Netz hat offenbar zu einer Blockade geführt“, erklärte ein Sprecher des Untersuchungsteams. Ob dies letztlich zum Tod des Tieres führte, sei jedoch noch nicht abschließend geklärt.
Weitere Untersuchungen laufen
Die Experten nehmen nun weitere Proben, um die genaue Todesursache zu bestimmen. Auch die Frage, ob das Netz bereits zu Lebzeiten des Wals aufgenommen wurde oder erst nach dem Tod hineingeriet, wird geprüft. Timmy war in den vergangenen Tagen immer wieder in den Schlagzeilen gewesen, nachdem er zunächst gestrandet und später tot an der Küste angespült worden war.
Hintergrund des Ostsee-Dramas
Der Wal, der von den Medien den Namen Timmy erhielt, hatte tagelang für Aufsehen gesorgt. Sein Allgemeinzustand hatte sich zunehmend verschlechtert, und trotz Rettungsversuchen des Umweltministeriums unter Till Backhaus konnte das Tier nicht gerettet werden. Die Bergung des Kadavers gestaltete sich aufgrund von Wind und Wellen schwierig. Immer wieder hatten Badegäste den toten Wal bestiegen, was zu Kritik führte.
Die Obduktion soll nun endgültige Klarheit über die Todesumstände bringen. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.



