USA demontieren modernstes Meeresbeobachtungssystem
Die US-Regierung hat begonnen, das weltweit fortschrittlichste Meeresbeobachtungssystem OOI abzubauen. Das System umfasst 900 Messgeräte an fünf Standorten im Atlantik und Pazifik und liefert seit zehn Jahren wichtige Daten zum Klimawandel. Die erste Station vor der US-Westküste wird bereits demontiert, weitere sollen folgen.
Kritik von Wissenschaftlern und Politikern
Craig McLean, ehemaliger stellvertretender NOAA-Chefwissenschaftler, sieht ein Muster: "Dies spiegelt das anhaltende Unverständnis der aktuellen Regierung für den Wert der Wissenschaft wider." Senator Edward J. Markey spricht von einer "Fortsetzung des Krieges gegen die Wissenschaft". Mehr als 500 wissenschaftliche Veröffentlichungen basierten auf OOI-Daten, auch der Weltklimarat IPCC nutzte sie.
Folgen für die Klimaforschung
Der Zeitpunkt könnte kaum ungünstiger sein: Die Wassertemperaturen der Ozeane liegen auf Rekordniveau, ein "Super El Niño" wird erwartet. Ohne die Stationen wird die Datenerhebung teurer und komplizierter. Das OOI kostet jährlich rund 50 Millionen Dollar – vergleichsweise wenig angesichts des Nutzens.
Hintergrund der Entscheidung
Das inoffizielle Regierungsprogramm "Project 2025" empfiehlt die Zerschlagung der NOAA. Die Autoren bezeichnen die Behörde als "Haupttreiber der Klimawandel-Alarmindustrie". Die Installation des OOI kostete 370 Millionen Dollar und war für 25 Jahre ausgelegt. Nun wird es Schritt für Schritt demontiert.
Verlust von Expertise
Neben den Daten geht auch Fachwissen verloren. Umweltwissenschaftlerin Hilary Palevsky warnt: "Es gibt viel Fachwissen, das verloren gehen könnte." Die Messung an diesen Standorten sei eine enorme technische Herausforderung.



