Spanien hat diese Woche die heißesten Juni-Tage seit mehr als 70 Jahren erlebt. Die nationale Wetterbehörde Aemet teilte am Mittwoch mit, dass die landesweite Durchschnittstemperatur am Montag bei 28,08 Grad und am Dienstag bei 28,17 Grad lag. Damit wurden die bisherigen Rekordwerte vom 30. Juni 2025 (28,01 Grad) übertroffen. Die Messreihe reicht bis 1950 zurück.
Hitzewelle erfasst weite Teile Europas
Bereits seit Ende der vergangenen Woche leidet Spanien unter einer Hitzewelle, die mittlerweile große Teile Europas betrifft. Am Donnerstag galt für Gebiete im äußersten Norden des Landes die höchste Alarmstufe Rot. In der kleinen Ortschaft Tama wurde am Dienstag mit 43,7 Grad die höchste jemals in der nördlichen Region Kantabrien gemessene Temperatur registriert. Für den Großteil des übrigen Landes galten die Alarmstufen Orange und Gelb.
Zunahme von Hitzewellen im 21. Jahrhundert
Klimawissenschaftlern zufolge gehört Spanien zu den Ländern, die am stärksten unter der fortschreitenden Erderwärmung leiden. In den vergangenen Jahren haben Häufigkeit und Intensität der Hitzewellen zugenommen. Seit 1975 wurden in Spanien laut Aemet abgesehen von der aktuellen Hitze-Episode 78 Hitzewellen registriert, die meisten davon im 21. Jahrhundert. Vergangenes Jahr erlebte das Urlaubsland mit einer Durchschnittstemperatur von 24,2 Grad seinen heißesten Sommer seit Aufzeichnungsbeginn.
Bereits Tausende Hitzetote in diesem Jahr
Die gesundheitlichen Folgen der extremen Hitze sind gravierend. Zwischen dem 16. Mai und 30. September 2025 gab es dem Gesundheitsministerium zufolge 3832 Hitzetote. Diese Zahl unterstreicht die Dringlichkeit von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.



