El Niño und La Niña: Wie sie unser Wetter weltweit beeinflussen
El Niño und La Niña: Einfluss auf das Weltwetter

Wetterphänomene: So beeinflussen El Niño und La Niña unser Wetter

Das Wetterphänomen El Niño kann das Wetter auf dem gesamten Planeten beeinflussen. Foto: picture alliance/Rene Traut Fotografie

El Niño und La Niña sind zwei Wetterphänomene im Pazifischen Ozean. Was tief draußen im Meer beginnt, kann Tausende Kilometer entfernt Dürren, Starkregen, Überschwemmungen oder Hitzewellen auslösen. Sie beeinflussen Meeresströmungen, Winde und Temperaturen und damit das Wetter in vielen Teilen der Welt.

Wie und wo sie zustande kommen und welche Folgen El Niño und La Niña für unser Wetter und unser Leben haben, lesen Sie in diesem Artikel.

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Was ist El Niño?

Peruanische Fischer haben diesem natürlichen Wetterphänomen seinen Namen gegeben. El Niño ist Spanisch für „Knabe“ oder „Christkind“. Der Grund: El Niño setzte früher meistens um Weihnachten herum ein, wenn die tropischen Passat-Ostwinde abflauten. Mittlerweile beginnt das Wetterphänomen aber schon Monate früher. Unter El Niño versteht man ein Klimaphänomen, das entlang der tropischen Westküste Südamerikas auftritt und bei dem die Temperaturen und der Luftdruck in bestimmten Gebieten anders sind als üblich. Erst später hat man verstanden, dass El Niño das Klima weltweit beeinflusst.

El Niño entsteht immer dann, wenn die Oberflächentemperaturen des Pazifischen Ozeans entlang des Äquators ungewöhnlich warm werden. Spätere Untersuchungen haben bewiesen, dass El Niño auch weltweit Auswirkungen hat. Dieses Wetterereignis beobachtet man im Schnitt alle drei bis vier Jahre.

So wirkt El Niño auf das Wetter

  • Erhöhte Niederschläge in einigen Regionen (z. B. Südamerika)
  • Dürren in anderen (z. B. Australien und Indonesien)
  • Veränderte Meeresströmungen und -temperaturen
  • Schwächung der Passatwinde

Auch in Europa kann El Niño Auswirkungen auf das Wetter haben: Im Sommer steigt das Risiko von Starkregen und Überschwemmungen, insbesondere in beliebten Urlaubsländern wie Spanien, Frankreich oder Italien.

Was ist La Niña?

Im Gegensatz zu El Niño sind beim Auftreten von La Niña (spanisch für „Mädchen“) die Oberflächentemperaturen im Äquatorialpazifik ungewöhnlich kalt. Diese Phase wird auch als „Kalte Episode“ bezeichnet. La Niña verstärkt überall die normalen Klimamuster. So bekommen Regionen mit viel Regen jeweils noch mehr davon. Trockene Regionen werden noch trockener. Durch die Auswirkungen von La Niña gab es viele Überschwemmungen in Sucre (Bolivien) im Jahr 2011. Foto: John Vizcaino/REUTERS

Außerdem begünstigt La Niña auch noch andere, weltweite Wetterphänomene. Das Wetterphänomen ist etwa verantwortlich für stärkere Hurrikane im Atlantik, Dürren in Teilen der USA oder Hochwasser in Australien.

Die Unterschiede zwischen El Niño und La Niña

Der Unterschied zwischen den beiden Phänomenen liegt also vor allem in den Oberflächentemperaturen des Pazifischen Ozeans. El Niño ist durch ungewöhnlich hohe Temperaturen gekennzeichnet. La Niña hingegen durch ungewöhnlich niedrige Temperaturen.

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