Brandenburgs Bauernpräsident warnt vor Hitzeschäden an Getreide
Bauernpräsident warnt vor Hitzeschäden an Getreide

Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff schlägt Alarm wegen der bevorstehenden Hitzewelle. Er befürchtet schwere Hitzeschäden an Weizen und Roggen. Steigen die Temperaturen zu früh zu hoch an, droht eine vorzeitige Abreife des Getreides, die sogenannte Notreife. „Das ist für die Qualität des Getreides nicht gut“, sagte Wendorff der Deutschen Presse-Agentur. Bei einer Notreife reduzieren die Pflanzen ihr Körner-Wachstum, was zu Ertragseinbußen und Qualitätsverlusten führt.

Extreme Temperaturen ab Mitte der Woche erwartet

Ab Mitte der Woche soll die Hitze extreme Werte erreichen. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert für Donnerstag Höchsttemperaturen von bis zu 36 Grad in Brandenburg, für Freitag sogar bis zu 37 Grad. Diese Werte liegen deutlich über dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit. „Wenn es länger als eine Woche sehr heiß ist, gibt es Hitzeschäden am noch nicht reifen Getreide“, erklärte der Präsident des Landesbauernverbandes. „Das ist zu viel des Guten.“

Getreide braucht noch drei Wochen bis zur Ernte

Nach Angaben von Wendorff benötigen Weizen und Roggen eigentlich noch rund drei Wochen bis zur Ernte. Die Wintergerste hingegen sei bereits gedroschen worden und damit der Hitze weitgehend entgangen. Die aktuellen Temperaturen könnten jedoch die Qualität des noch stehenden Getreides massiv beeinträchtigen. Besonders problematisch sei, dass die Hitze in einer sensiblen Wachstumsphase eintreffe.

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Landwirte leiden unter der Gluthitze

Auch für die Landwirte selbst wird die Arbeit unter der glühenden Sonne zur Herausforderung. „In der Traktorkabine ist man noch am besten aufgehoben“, so Wendorff, denn moderne Landmaschinen seien klimatisiert. Allerdings könnten Defekte an den heißen Mähdreschern eine besondere Belastung darstellen. „Wenn sich eine Landmaschine aufgeheizt hat und dann was kaputtgeht, sind Reparaturen ein extremer Job“, sagte der Bauernpräsident. Die Kombination aus Hitze und technischen Pannen mache die Arbeit für die Beschäftigten in der Landwirtschaft besonders schwierig.

Auswirkungen auf die Ernte und Versorgung

Die drohenden Hitzeschäden könnten nicht nur die Erntemengen reduzieren, sondern auch die Qualität des Getreides beeinträchtigen. Dies hätte Auswirkungen auf die gesamte Wertschöpfungskette – von den Landwirten über die Mühlen bis hin zu den Bäckereien und letztlich den Verbrauchern. Wendorff appellierte daher an die Politik, die Landwirtschaft bei der Bewältigung der Klimafolgen stärker zu unterstützen.

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