Sri-Ganesha-Tempel in Berlin nach 20 Jahren Bauzeit feierlich eröffnet
Sri-Ganesha-Tempel in Berlin nach 20 Jahren eröffnet

Nach 20 Jahren Bauzeit wurde der Sri-Ganesha-Hindu-Tempel an der Hasenheide in Berlin-Neukölln endlich eingeweiht. Die feierliche Eröffnung fand mit der traditionellen Maha-Kumbhabhishekam-Zeremonie statt, einer mehrtägigen hinduistischen Weihezeremonie, die bei Tempelneubauten oder nach Renovierungen durchgeführt wird. Noch bis zum 7. Juni haben Besucher die Gelegenheit, an den Ritualen teilzunehmen.

Einweihung und Rituale

Durch die Zeremonie, so der Tempel-Verein, wird das göttliche Leben in den Tempel und seine Murtis, die Götterstatuen, übertragen. Der Tempel ist Sri Ganesha gewidmet, dem Gott der Weisheit und des Anfangs. Die meisten Rituale sind Spendern, Freiwilligen und hinduistischen Religionsgelehrten vorbehalten. Für die Weihe goss ein Priester mithilfe eines Krans nach altem Ritus Wasser aus dem heiligen indischen Fluss Ganges und aus Berlin über die 17 Meter hohe Turmspitze des Tempels.

Kulturelles Programm für alle

Das Kulturprogramm am Freitag- und Samstagabend zwischen 18 und 20 Uhr ist für jedermann offen. Es werden klassische Musik gespielt, Tänze aufgeführt und religiöse Lieder, sogenannte Bhajans, gesungen. Am Samstag öffnet der Tempel ab 8 Uhr den ganzen Tag über auch für Nicht-Hindus. Nach mehreren Ritualen wird der Tempel ab 16 Uhr für den eigentlichen Einweihungstag am Sonntag gereinigt. Dann ist das neu geweihte Heiligtum ab 12 Uhr ebenfalls für alle zugänglich.

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Hintergrund und Baukosten

Die Tempel-Einweihung war ursprünglich deutlich früher geplant. Probleme bei der Genehmigung und Lieferengpässe führten immer wieder zu Verzögerungen. Der Verein beziffert die Baukosten auf 1,1 Millionen Euro, die durch Spenden von Gläubigen finanziert wurden. Die hinduistische Gemeinschaft, die vor allem tamilische und südasiatische Mitglieder hat, hat das Projekt über Jahre hinweg durch Spenden und ehrenamtlichen Einsatz realisiert.

Einblicke in die hinduistische Kultur

Der Tempel eröffnet neue Einblicke in die hinduistische Kultur und Religion, auch für Menschen anderer Glaubensrichtungen. Interessierte sind herzlich eingeladen, die Zeremonien und das kulturelle Programm zu besuchen und mehr über den Hinduismus zu erfahren.

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