Asylerstanträge in Deutschland auf niedrigstem Stand seit 2020
Asylerstanträge sinken auf Tiefststand seit 2020

Die Zahl der Menschen, die in Deutschland Schutz beantragen, ist im Mai weiter gesunken. Wie das Bundesinnenministerium mitteilte, wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat 5556 Asylerstanträge gestellt – so wenig wie seit 2020 nicht mehr, als aufgrund der Beschränkungen während der Corona-Pandemie kaum Menschen nach Deutschland einreisen konnten.

Deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ging die Zahl der Erstanträge um rund 30 Prozent zurück. Bereits im April hatten deutlich weniger Menschen (6144) erstmals einen Asylantrag in Deutschland gestellt als im entsprechenden Monat des Vorjahres. Dieser Trend setzt sich nun fort und deutet auf eine anhaltende Entspannung bei den Asylzahlen hin.

Innenminister Dobrindt zeigt sich zufrieden

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) wertet den Rückgang als Erfolg der veränderten Flüchtlingspolitik der schwarz-roten Bundesregierung. Er sagte: „Die Migrationswende setzt sich fort.“ Es bleibe Ziel dieser Regierung, „die Migration wirksam zu ordnen und die Belastungen weiter zu reduzieren“. Dobrindt betonte, dass die Maßnahmen der Regierung greifen und zu einer spürbaren Entlastung führen.

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Migrationsforscher sehen andere Ursachen

Obgleich Migrationsforscher eher die Situation in Herkunftsländern wie Syrien und Aufnahme- beziehungsweise Transitstaaten wie dem Iran oder der Türkei als Ursachen für den Rückgang sehen, bleibt Dobrindt bei seiner Einschätzung. Experten weisen darauf hin, dass die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen in diesen Ländern sowie die verstärkten Kontrollen an den EU-Außengrenzen eine wesentliche Rolle spielen. Die Diskussion über die wahren Gründe für den Rückgang der Asylanträge hält somit an.

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