Anstieg der Straftaten gegen Geflüchtete in Brandenburg
Die Zahl der Straftaten gegen Geflüchtete und Flüchtlingsunterkünfte in Brandenburg ist im ersten Quartal 2026 gestiegen. Wie aus einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Andreas Noack hervorgeht, wurden von Januar bis März insgesamt 53 Delikte erfasst. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es lediglich 42 Straftaten.
Art der Delikte und zusätzliche rassistische Straftaten
Zu den erfassten Taten zählen vor allem Beleidigungen, Bedrohungen und Propagandadelikte, aber auch Sachbeschädigung, Brandstiftung und Körperverletzungen. Darüber hinaus wurden laut Innenministerium im gleichen Zeitraum 83 Straftaten mit rassistischen Bezügen registriert, die sich gegen Menschen richteten, die keine Flüchtlinge sind. Dazu gehören Volksverhetzung, Beleidigungen und Bedrohungen.
Gesamtzahl rechtsextremer Straftaten rückläufig
Während die Angriffe auf Geflüchtete zunahmen, ist die Gesamtzahl rechtsextrem motivierter Straftaten in Brandenburg insgesamt zurückgegangen. Im ersten Quartal 2026 wurden 584 Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität – rechts registriert, verglichen mit 796 im Vorjahreszeitraum. Die häufigsten Delikte sind das Verbreiten und Verwenden von Propagandamitteln sowie Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen. Auch Volksverhetzungen und Beleidigungen treten gehäuft auf. Zudem wurden 14 politisch rechtsmotivierte Gewaltstraftaten erfasst. Die endgültigen Zahlen können sich durch Nachmeldungen noch leicht verändern.



