Chinas Exporte haben im Mai überraschend stark zugelegt. Wie der chinesische Zoll mitteilte, stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,6 Prozent auf 302,35 Milliarden Dollar. Analysten hatten lediglich mit einem Plus von 6,0 Prozent gerechnet. Als Haupttreiber gilt der anhaltende Boom im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) sowie die starke Nachfrage nach Solarmodulen und Elektroautos.
KI und Solartechnik als Wachstumsmotoren
Besonders die Exporte von KI-bezogenen Produkten wie Hochleistungschips und Serverkomponenten legten deutlich zu. Auch die Ausfuhren von Photovoltaikanlagen und Lithium-Ionen-Batterien verzeichneten zweistellige Zuwächse. Dies spiegelt die wachsende globale Nachfrage nach grüner Technologie und digitalen Infrastrukturen wider.
Importe bleiben hinter Erwartungen zurück
Während die Exporte brummen, entwickelten sich die Importe schwächer als erwartet. Sie stiegen im Mai nur um 1,8 Prozent auf 219,65 Milliarden Dollar. Volkswirte hatten mit einem Anstieg von 4,2 Prozent gerechnet. Dies deutet auf eine verhaltene Binnennachfrage hin, die durch die anhaltende Immobilienkrise und Konsumzurückhaltung belastet wird.
Handelsbilanzüberschuss wächst
Der Handelsbilanzüberschuss Chinas weitete sich im Mai auf 82,66 Milliarden Dollar aus. Im April hatte er noch bei 72,35 Milliarden Dollar gelegen. Die starken Exporte helfen der chinesischen Regierung, wirtschaftliche Unsicherheiten abzufedern, während sie gleichzeitig versucht, den Binnenkonsum anzukurbeln.
Analysten erwarten, dass der KI-getriebene Exportboom anhalten wird, da die Nachfrage nach fortschrittlicher Technologie weltweit steigt. Allerdings warnen sie vor möglichen Handelskonflikten, insbesondere mit den USA und der EU, die ihre Abhängigkeit von chinesischen Technologieimporten verringern wollen.



