Höhlenunglück in Laos: Suche nach Vermissten eingestellt
Höhlenunglück in Laos: Suche eingestellt

Rund zwei Wochen nach dem Höhlenunglück in Laos haben die Rettungskräfte die Suche nach den beiden letzten vermissten Dorfbewohnern eingestellt. Das Risiko für die Helfer sei zu groß, erklärten die Einsatzkräfte am Samstag.

Instabiler Höhleneingang und hoher Wasserstand

Der malaysische Höhlentaucher Lee Kian Lie sagte der Nachrichtenagentur AFP: „Der Wasserstand in der Höhle war zwar beherrschbar, aber der Höhleneingang begann instabil zu werden.“ Die Gefahr für die Rettungskräfte sei zu hoch, um den Einsatz fortzusetzen.

Hintergrund des Unglücks

Am 20. Mai waren sieben Dorfbewohner in die weitverzweigte Höhle in der abgelegenen Region Xaysomboun im Zentrum von Laos hinabgestiegen. Sie suchten nach Gold und Fledermäusen, als eine Sturzflut Wasser in die Höhle drückte und ihnen den Rückweg abschnitt. Helfer pumpten ununterbrochen Wasser ab, um den Zugang zu ermöglichen. Fünf Männer konnten nach und nach aus dem Höhlensystem befreit werden.

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Die beiden letzten Vermissten waren tiefer in das Höhlensystem vorgedrungen als die anderen. Lee Kian Lie äußerte sich zu ihrem Verbleib: „Man wird weiterhin versuchen, den Wasserstand durch Abpumpen und Graben an möglichen Austrittsstellen zu regulieren, damit das Wasser schneller abfließen kann. Vielleicht geschieht ein Wunder.“ Er fügte hinzu: „Wir haben es versucht. Es tut mir sehr leid für ihre Familien.“

Thailändischer Retter bestätigt Einstellung

Der thailändische Retter Kengkad Bongkawong teilte am Samstag in Onlinediensten mit, dass „niemand mehr in die Höhle darf“, da „das Betreten zu riskant“ sei. Das Abpumpen des Wassers werde jedoch fortgesetzt. „Es gibt noch Lebensmittelrationen und Überlebensausrüstung, die wir an verschiedenen Stellen im Höhleninneren deponiert haben“, erklärte er.

Laut Kengkad war der Freiraum in der Höhle aufgrund des weiterhin eindringenden Wassers zuletzt auf nur noch 30 Zentimeter geschrumpft. „Von heute an wird der Regen zunehmend stärker“, sagte er. Die Hoffnung auf ein Wunder bleibt, doch die aktive Suche wurde eingestellt.

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