Nach einem schweren Erdbeben der Stärke 7,8 vor der Küste der Philippinen haben die Behörden eine Tsunamiwarnung für mehrere Länder im Pazifikraum ausgegeben. Das Beben ereignete sich am Montagmorgen in einer Tiefe von 35 Kilometern vor der Insel Mindanao, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Das Pacific Tsunami Warning Center warnte, dass innerhalb der nächsten drei Stunden Tsunamiwellen entlang der Küsten der Philippinen, Indonesiens, Palaus, Taiwans und Papua-Neuguineas möglich seien.
Japan gibt Tsunamiwarnung heraus
Auch Japan hat für weite Teile seiner Pazifikküste eine Tsunamiwarnung ausgesprochen. Die japanische Wetterbehörde erklärte, dass ab 11.30 Uhr Ortszeit (04.30 Uhr MESZ) Tsunamis mit einer Höhe von bis zu einem Meter in verschiedenen Regionen erwartet würden. Die Behörden riefen die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten auf, sich von der Küste fernzuhalten und höher gelegene Gebiete aufzusuchen.
Unterschiedliche Angaben zur Stärke
Das örtliche Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) gab die Stärke des Bebens mit 8,2 an, während die USGS eine Stärke von 7,8 maß. Solche Abweichungen sind bei der Erfassung von Erdbeben nicht ungewöhnlich, da verschiedene Messmethoden und -stationen zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen kommen können. Die genaue Stärke wird in den kommenden Stunden weiter analysiert.
Auswirkungen und Vorsichtsmaßnahmen
In den betroffenen Regionen wurden Evakuierungen in Küstennähe eingeleitet. Die Behörden warnen vor plötzlichen und starken Strömungen sowie Überflutungen in niedrig gelegenen Gebieten. Schiffe in den Häfen wurden angewiesen, in sicherere Gewässer auszuweichen. Bislang liegen keine Berichte über Verletzte oder größere Schäden vor, aber die Lage wird weiterhin genau beobachtet.
Die Tsunamiwarnung gilt vorerst für mehrere Stunden. Experten raten, die offiziellen Warnungen der lokalen Behörden zu verfolgen und keine voreiligen Entwarnungen zu geben. Weitere Informationen werden in Kürze erwartet.



