Forscher finden Schiffswrack mit Porzellan in der Nordsee
Schiffswrack mit Porzellan in Nordsee entdeckt

Forscher entdecken außergewöhnlich gut erhaltenes Wrack aus dem 18. Jahrhundert

Vor der norwegischen Küste haben Wissenschaftler ein bemerkenswert gut erhaltenes Schiffswrack aus dem 18. Jahrhundert entdeckt. Das Wrack liegt in etwa 600 Metern Tiefe im Skagerrak, einem Teil der Nordsee, und wurde von einem norwegischen Finder gemeldet. An Bord fanden die Forscher eine wertvolle Fracht, darunter Porzellan, Kronleuchter, Textilien und weitere Kostbarkeiten.

Porzellan und andere Schätze an Bord

Das gefundene Porzellan stammt vermutlich aus China und ist auf den Bildern der norwegischen Denkmalschutzbehörde erstaunlich gut zu erkennen. Neben dem Porzellan entdeckten die Archäologen auch Kronleuchter, Gläser, Textilien, Getreide sowie Kisten, die Tee, Kräuter und Medikamente enthalten haben könnten. Die Arbeiten an dem Wrack dauern noch an, und die Experten machen immer wieder neue Funde. Fragmente der Kronleuchter könnten aus Deutschland oder England stammen, wie die Behörde mitteilte.

Ein besonderer Fund ist ein Ziegelstein aus der Schiffsküche, der den Stempel der Lübecker Ratsziegelei trägt. Diese Ziegelei war vom 15. Jahrhundert bis 1772 in Betrieb. Das Schiff selbst soll etwa Mitte des 18. Jahrhunderts gesunken sein.

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Sensationeller Fund für die Wissenschaft

Der norwegische Umweltminister Andreas Bjelland Eriksen bezeichnete den Fund als "Sensation". Die Denkmalschutzbehörde berichtete: "Das Schiffswrack enthält die am besten erhaltene Ladung dieser Art, die jemals in Nordeuropa gefunden wurde." Nina Refseth, Direktorin der Stiftung Norwegisches Volksmuseum, erklärte: "Schiffswracks, die an der Küste gefunden werden, sind oft zerstört oder geplündert. Einen Fund im offenen Meer und in dieser Tiefe zu untersuchen, verschafft uns das Vergnügen, in eine nahezu unberührte Zeitkapsel zu blicken."

Erste Funde sollen bereits im Juni im Norwegischen Schifffahrtsmuseum in Oslo präsentiert werden. Die Forscher hoffen, durch die Untersuchung des Wracks wertvolle Einblicke in die Handelsbeziehungen und das Leben im 18. Jahrhundert zu gewinnen.

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