Ebola-Ausbruch im Kongo: 102 bestätigte Todesfälle, viele Herausforderungen
Ebola im Kongo: 102 Tote, Helfer kämpfen

Die Zahl der bestätigten Ebola-Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda ist auf 102 gestiegen. Dies gab die Gesundheitsbehörde Africa CDC bekannt. Insgesamt wurden bis Montag 608 bestätigte Krankheitsfälle registriert, davon 19 in Uganda. Im Kongo kamen innerhalb von 24 Stunden 45 neue Fälle hinzu, während Uganda in diesem Zeitraum keine Neuinfektionen meldete.

Sterblichkeitsrate und Behandlung

Die Sterblichkeitsrate bei diesem Ausbruch liegt bei knapp 17 Prozent – deutlich niedriger als bei früheren Epidemien, wo sie teilweise über 50 Prozent betrug. Nach Angaben des kongolesischen Informationsministeriums befinden sich 309 Menschen in Krankenhäusern oder in Isolation. Immerhin 19 Patienten sind auf dem Weg der Besserung.

Herausforderungen bei der Eindämmung

Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer zu bekämpfen, da es für den Erregerstamm Bundibugyo weder einen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betont, dass zur Eindämmung 90 Prozent aller Kontaktpersonen identifiziert und überwacht werden müssen. Derzeit liegt die Kontaktverfolgung laut Regierung in Kinshasa jedoch nur bei etwa 64 Prozent.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

In der besonders betroffenen nordostkongolesischen Region Ituri ist die medizinische Infrastruktur selbst unter normalen Umständen schwach. Viele Gesundheitseinrichtungen haben keinen ausreichenden Zugang zu Trinkwasser, und es mangelt an Schutzausrüstung für die Teams, die mit Ebola-Patienten arbeiten.

Internationale Hilfe

Die Europäische Union hat seit Mai 31,5 Millionen Euro zur Bekämpfung des Ebola-Ausbruchs bereitgestellt. Diese Mittel fließen unter anderem in Tests, persönliche Schutzausrüstung und Forschung. Insgesamt sind für dieses Jahr laut EU-Kommission mehr als 115 Millionen Euro an humanitärer Nothilfe für die Region vorgesehen. Gemeinsam mit Unicef wurden fast 100 Tonnen Hilfsgüter in den Osten des Kongo geliefert, darunter Medikamente, Schutzausrüstung, Materialien zur Infektionskontrolle und Zelte.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration