Bares für Rares: Baselitz-Grafik sorgt für Bieter-Showdown
Baselitz-Grafik bei Bares für Rares für 1.100 Euro verkauft

„Bares für Rares“ am 18. Juni: Blatt sorgt für Bieter-Showdown im Händlerraum

Diese Baselitz-Grafik sorgt bei „Bares für Rares“ für Staunen. Die Sendung ist seit Jahren eine Institution im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Horst Lichter führt regelmäßig durch skurrile, faszinierende und manchmal fragwürdige Raritäten. In der heutigen Ausgabe gab es wieder denkwürdige Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten. Wir stellen das Highlight der Folge vor und zeigen, welche weiteren Raritäten am Donnerstag, dem 18. Juni 2026, zum Verkauf standen.

Das Highlight der heutigen Folge

Diese Baselitz-Grafik sorgte bei „Bares für Rares“ sowohl bei Horst Lichter als auch bei den Händlern für ehrfürchtiges Staunen: Zwei Nachbarn, Rico und Patrick, kamen mit dem Blatt in die Sendung. Die Grafik stammt ursprünglich aus der Kunstakademie Karlsruhe und wurde dort Anfang der 1980er-Jahre als Weihnachtsausgabe an Mitarbeiter verschenkt. Über eine damalige Mitarbeiterin gelangte das Werk zur Mutter des Verkäufers und schließlich zu ihm, der sich mit diesem Blatt bei „Bares für Rares“ bewarb.

Bei dem Werk handelt es sich um eine Kaltnadelradierung von Georg Baselitz aus dem Jahr 1982. Das Motiv zeigt einen auf den Kopf gedrehten Akt, vermutlich eine Frau, umgeben von aggressiv wirkenden, rissartigen Schraffuren – ein typischer, radikaler Baselitz der „Umkehrphase“, in der der Künstler seine Motive bewusst kopfüber darstellt. Die Grafik ist unten signiert, datiert, in der Platte bezeichnet und trägt die Nummer 54 von 250 Exemplaren. Bedruckt ist hochwertiges Büttenpapier.

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In der Expertise wird der Zustand als verbesserungswürdig beschrieben: Der Rahmen ist massiv aus Holz, jedoch ohne UV-Schutzglas, und eine einfache Holzrückwand schützt das Papier nicht vor Säure. Trotz der Mängel betont der Experte, dass es sich um eine „gute Grafik von einem bekannten Künstler“ handelt, die gerne gesammelt wird. Die Schätzung liegt bei 600 bis 900 Euro, während die Wunschvorstellung der Verkäufer bei mindestens 800 Euro lag. Im Händlerraum sorgte der große Name sofort für Aufmerksamkeit und wurde schließlich für 1.100 Euro an eine Händlerin verkauft.

Alle weiteren Raritäten vom 18. Juni 2026

Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten aus der heutigen Sendung und die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“:

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  • Diamantbrosche von Hofgoldschmied Ernst Goldschmidt: Eine goldene Brosche im originalen, mit Lorbeerkranz und Goldprägung verzierten Maroquinleder-Etui aus Köln („Cöln“), datiert stilistisch in die Zeit um 1900–1919, noch Belle Époque mit bereits einsetzender Moderne. Insgesamt sind 1,6 Karat Diamanten in Altschliff und Rosenschliff in 585er-Gold verarbeitet, der Zustand wird als sehr gut beschrieben. Die Expertise nennt einen Goldankaufswert von etwa 440 Euro und bewertet die Brosche mit 1.300 bis 1.500 Euro.
  • Graf-Zeppelin-Porzellanservice (Tasse, Untertasse, Teller): Ein nahezu neuwertiges, elfenbeinfarbenes Kaffeegedeck (möglicherweise Mokkaservice) mit Glanzgold-Dekor und blauem Band, gefertigt 1928 von Heinrich & Co. in Selb als „Elfenbeinporzellan“ für das Luftschiff LZ 127 „Graf Zeppelin“. Das Service wird speziell Aviatik-Liebhabern zugerechnet und auf 400 bis 500 Euro geschätzt.
  • Kindernähmaschine von Friedrich Wilhelm Müller (Berlin): Eine kleine, schwarz lackierte und mit floralen Motiven handbemalte Nähmaschine aus Blech/Eisen, als Kinderspielzeug mit echter Nähfunktion konzipiert. In der Expertise wird das Modell als „Modell Nummer 1“ der Berliner Firma Friedrich Wilhelm Müller beschrieben, deren Kindermaschinen ab etwa 1887/88 bis 1945 produziert wurden. Aufgrund des Defekts wird ein Wert von 30 bis 50 Euro genannt.
  • Diamant-Cocktailring im Cluster-Design (1970er-Jahre): Ein großflächiger Cluster-Ring in 585er-Weißgold, dessen Ringkopf fast die gesamte Fingerbreite bedeckt und aus 31 kalibrierten, pavégefassten Diamanten besteht. Der Ring wird in die 1970er-Jahre datiert, weist 1,55 Karat an Steinen (je ca. 5-Punkt-Diamanten) auf. Der Goldankaufswert wird mit 380 Euro angegeben; inklusive der 1,55 Karat Diamanten und der Attraktivität des Designs wird der Ring mit 1.200 bis 1.400 Euro taxiert.

Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.