Tennisstar Novak Djokovic und seine Frau Jelena halten an einem strikten Handyverbot für ihre Kinder fest. Der elfjährige Sohn Stefan und die achtjährige Tochter Tara besitzen kein eigenes Smartphone. In Wimbledon erklärte der 39-Jährige die Beweggründe hinter dieser Entscheidung.
„Schwierige Situation“ mit Freunden
„Wenn alle ihre Freunde eines haben, wollen sie es natürlich auch. Das ist eine schwierige Situation für mich und meine Frau“, sagte Djokovic in London. „Gleichzeitig sind wir fest davon überzeugt, dass vor einem bestimmten Alter der Umgang mit Bildschirmen unserer Meinung nach eher schädlich als nützlich ist. Daran halten wir uns also.“
Der Rekordsieger bei den vier Grand-Slam-Turnieren betonte, dass er sich „ständig Gedanken“ über den Schutz seiner Kinder mache. „Es ist überall um sie herum. Wir versuchen, das zu kontrollieren, was wir in gewisser Weise kontrollieren können, zumindest, solange sie noch sehr jung sind“, so Djokovic.
Vorbild Australien
Djokovic verwies auf die Entwicklung in Australien, wo seit Dezember das weltweit erste Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren gilt. Die Psychologin Danielle Einstein war eine der treibenden Kräfte hinter dem Gesetz, das Accounts auf zehn großen Plattformen untersagt.
Der Tennisstar hatte sich bereits mehrfach zum Handyverbot für seine Kinder geäußert. Angesichts der sich ständig weiterentwickelnden Technologie sei dies eine Herausforderung, die ihn und seine Frau zum Nachdenken zwinge.



