Das Museum für Naturkunde in Berlin hat eine neue Dauerausstellung eröffnet, die sich mit Schädeln und Hörnern befasst. Unter dem Titel „Schädel und Hörner – Die Welt besser verstehen“ werden rund 200 Exponate präsentiert, die die Vielfalt und Funktion dieser Knochenstrukturen veranschaulichen. Die Ausstellung soll Besuchern helfen, evolutionäre Anpassungen und die Bedeutung von Biodiversität zu begreifen.
Einblicke in die Evolution
Die Schau zeigt Schädel von Säugetieren, Vögeln und Reptilien, darunter auch seltene Stücke wie den Schädel eines ausgestorbenen Riesenhirschs. Hörner von Antilopen, Ziegen und Rindern verdeutlichen, wie diese Strukturen im Laufe der Evolution entstanden sind. „Jeder Schädel erzählt eine eigene Geschichte über Anpassung und Überleben“, erklärte Kurator Dr. Markus Fischer. Die Ausstellung betont die Rolle von Schädeln und Hörnern bei der Nahrungsaufnahme, Verteidigung und Partnerwahl.
Interaktive Elemente für Besucher
Neben den Exponaten gibt es interaktive Stationen, an denen Besucher selbst Hand anlegen können. Ein digitales Mikroskop ermöglicht es, Details von Knochenoberflächen zu untersuchen. Auch ein 3D-Modell eines Giraffenschädels lädt zum Anfassen ein. „Wir wollen Wissenschaft erlebbar machen“, sagte Museumsdirektorin Dr. Sabine Hacke. Die Ausstellung ist Teil des neuen Bildungskonzepts des Museums, das auf partizipative Vermittlung setzt.
Die Dauerausstellung ist ab sofort für Besucher geöffnet. Der Eintritt ist im regulären Museumsticket enthalten. Das Museum für Naturkunde zählt jährlich rund 800.000 Besucher und ist eines der führenden Forschungseinrichtungen Deutschlands.



