Sitcom-Legende James Burrows mit 85 Jahren gestorben
Sitcom-Legende James Burrows mit 85 Jahren gestorben

Hollywood trauert um James Burrows

Die Fernsehwelt verliert eine ihrer prägendsten Figuren: James Burrows, der legendäre Regisseur und Produzent von Sitcom-Klassikern wie „Friends“, „Cheers“ und „Frasier“, ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Seine Familie bestätigte die traurige Nachricht am Freitag gegenüber dem US-Magazin „People“.

„Wir feiern das außergewöhnliche Leben und das bleibende Vermächtnis von James ‚Jimmy‘ Burrows“, hieß es in der Erklärung. Der Regisseur sei friedlich im Kreise seiner Familie eingeschlafen. Über Jahrzehnte hinweg galt Burrows als einer der einflussreichsten Köpfe des amerikanischen Fernsehens und prägte die Sitcom-Landschaft wie kaum ein anderer.

Die größten Erfolge von James Burrows

Zu seinen bekanntesten Regiearbeiten zählen die Kultserien „Cheers“, „Frasier“, „Friends“ und „Will & Grace“. Auch von „The Big Bang Theory“ inszenierte er eine Episode. Insgesamt führte Burrows bei mehr als 1.000 Fernsehfolgen Regie. Besonders eng verbunden war er mit „Cheers“, das er gemeinsam mit Glen und Les Charles entwickelte und bei fast allen Folgen Regie führte.

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Bei „Friends“ spielte Burrows eine entscheidende Rolle: Er inszenierte die Pilotfolge und erkannte früh das Potenzial der Serie. In seinen Memoiren schrieb er später, er habe sich sofort in die sechs Hauptfiguren verliebt. Ein weiteres Herzensprojekt war „Will & Grace“ – während der ursprünglichen Laufzeit von 1998 bis 2006 führte er bei jeder einzelnen Episode Regie. Die Serie wurde zu einem Meilenstein der Fernsehgeschichte.

Steile Karriere in Hollywood

Geboren wurde Burrows 1940 in Los Angeles. Sein Vater Abe Burrows war ein erfolgreicher Broadway-Autor und Komponist. Nach seiner Ausbildung an der renommierten Yale School of Drama begann James Burrows zunächst am Theater, bevor er ins Fernsehen wechselte. Seinen Durchbruch schaffte er Anfang der 1970er-Jahre bei „The Mary Tyler Moore Show“. Schnell entwickelte er sich zu einem Meister der klassischen Mehrkamera-Sitcom und arbeitete später an Serien wie „Taxi“, „Rhoda“, „Laverne & Shirley“ und „Night Court“.

Im Laufe seiner Karriere sammelte Burrows 47 Emmy-Nominierungen und gewann die begehrte Trophäe elfmal. 2006 wurde er in die Television Hall of Fame aufgenommen. Ende 2014 erhielt er den ersten DGA Lifetime Achievement Award in Television Direction.

Familie nimmt Abschied

Seine Familie würdigte ihn nicht nur als Ausnahme-Regisseur, sondern vor allem als Menschen. Burrows habe jeden Kollegen mit Respekt behandelt und die seltene Gabe besessen, andere besser zu machen. „Er verstand, dass große Comedy nie nur aus Lachen besteht. Sie handelt von Menschlichkeit, Verbundenheit und Wahrheit“, schrieb die Familie. James Burrows hinterlässt seine Ehefrau Debbie, vier Töchter und sieben Enkelkinder.

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