Waldbrandsaison im Oberharz gestartet: Bewährtes Schutzkonzept mit Löschflugzeug 'Hexe 1'
Waldbrandsaison im Oberharz: Schutzkonzept mit 'Hexe 1'

Waldbrandsaison im Oberharz gestartet: Bewährtes Schutzkonzept mit Löschflugzeug 'Hexe 1'

Im Oberharz hat mit dem April die alljährliche Waldbrandsaison begonnen. In der von Waldbränden immer wieder betroffenen Region setzen Kommunen, der Landkreis und die Nationalparkverwaltung auch in diesem Jahr auf bewährte Zusammenarbeit und ein dynamisches Schutzkonzept. Gert Zender, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten, betonte bei einem Besuch des Nationalparks Harz, dass das bestehende Waldbrandschutzkonzept ein "lebendes" Dokument sei, das kontinuierlich an neue Erfahrungen und Erkenntnisse angepasst werde.

Herausforderungen und Lösungsansätze im Harz

Die Bekämpfung von Waldbränden im Harz stellt die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Die enorme Größe des Gebiets erfordert gut funktionierende Meldeketten und eine ausreichende Löschwasserhaltung in den oft schwer zugänglichen Waldgebieten. Zender wies darauf hin, dass detaillierte Kenntnisse über die Wegesysteme in Deutschlands nördlichstem Mittelgebirge für alle Beteiligten von entscheidender Bedeutung sind. Die Waldbrandsaison erstreckt sich traditionell von April bis Oktober und erfordert daher eine langfristige Planung und Vorbereitung.

Die Rolle des Löschflugzeugs 'Hexe 1'

Ein zentraler Bestandteil des Schutzkonzepts ist das Löschflugzeug "Hexe 1", das am Sonntag aus seinem Winterquartier in Polen nach Ballenstedt zurückgekehrt ist. Zum vierten Mal in Folge steht die einmotorige, knallgelbe Maschine für die etwa sechsmonatige Waldbrandsaison einsatzbereit zur Verfügung. Das Flugzeug kann nach Angaben des Landkreises bis zu 2.300 Liter Wasser abwerfen – entweder als gezielte Linie oder als konzentrierte "Wasserbombe".

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Seit seinem ersten Einsatz im Jahr 2023 hat sich die Unterstützung aus der Luft bei Bränden in den schwer zugänglichen Harzer Wäldern bewährt. Im vergangenen Jahr absolvierte "Hexe 1" sechs Einsätze in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Der Landkreis Harz ist nach dem verheerenden Großbrand am Brocken im Jahr 2022 bundesweit die einzige Kommune, die über ein eigenes Löschflugzeug verfügt. Diese einzigartige Ressource unterstreicht die Bedeutung einer effektiven Waldbrandbekämpfung in der Region.

Die enge Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Akteuren, kombiniert mit moderner Technik wie dem Löschflugzeug, bildet das Rückgrat des Schutzkonzepts. Durch regelmäßige Evaluierung und Anpassung soll die Sicherheit der Wälder und der Bevölkerung im Oberharz auch in der aktuellen Saison gewährleistet werden.

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