Jäger im Raum Löcknitz sammeln tonnenweise Müll im Wald - Container reicht nicht aus
Jäger sammeln tonnenweise Waldmüll - Container reicht nicht

Jäger starten großangelegte Wald-Reinigung im Raum Löcknitz

Die Hegegemeinschaft „Am Randowbruch“ hat eine bemerkenswerte Müllsammelaktion im Waldgebiet um Löcknitz organisiert. Unter der Leitung von Vorsitzendem Robin Kühnau beteiligten sich etwa 35 engagierte Helfer, darunter Jäger, Jagdberechtigte und deren Familienangehörige, an der umfangreichen Reinigungsaktion. Die Initiative richtete sich gezielt gegen die zunehmende Vermüllung der Wälder in der Region.

Erschreckende Funde im Forst

Bei der Durchforstung der Waldgebiete zwischen Löcknitz, Rothenklempenow, Boock und Plöwen kamen erschreckende Mengen an Unrat zum Vorschein. Dachpappe, Dämmwolle, Silvester-Reste, leere Behälter, Säcke voller Laub, Kisten mit Hausmüll und alte Planen gehörten zu den häufigsten Fundstücken. Besonders die Überreste von Feuerwerkskörpern aus der Silvesternacht bereiteten den Organisatoren Kopfzerbrechen.

Robin Kühnau, der als Forstwirtschaftsmeister täglich mit den Zuständen im Wald konfrontiert ist, zeigt sich entsetzt über das Ausmaß der Umweltverschmutzung: „Als Jäger sehen wir ja täglich, was im Wald an Ordnung und Sauberkeit los ist. Und da gibt es dringenden Handlungsbedarf.“ Die Müllsünder würden sich regelrecht im Wald ausmisten, anstatt die vorhandenen Entsorgungsmöglichkeiten zu nutzen.

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Container reicht nicht aus

Die gesammelte Müllmenge übertraf alle Erwartungen. Ein großer 20-Kubikmeter-Container, der vom Bereich Abfallwirtschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald zur Verfügung gestellt wurde, wurde komplett gefüllt. Doch damit war die Arbeit noch lange nicht getan. „Hätten wir noch eine solche Aktion gleich rangehängt, wäre mit Sicherheit noch einmal so viel zusammengekommen“, erklärt Kühnau überzeugt.

Die Finanzierung der Entsorgung übernahm der Landkreis, während sich die Organisatoren eine Beteiligung des Amtes Löcknitz-Penkun gewünscht hätten. Trotz dieser Unterstützungslücke zeigt sich die Hegegemeinschaft entschlossen, die Aktionen fortzusetzen.

Frühjahr als Hauptsaison für Waldvermüllung

Laut den Erfahrungen der Jäger gibt es bestimmte Zeiten, zu denen besonders viel Müll im Wald landet. Das Frühjahr stellt dabei einen Höhepunkt dar, wenn viele Menschen ihre Gärten und Schuppen aufräumen und das Laub aus dem Vorjahr entsorgen wollen. Anstatt die Abfälle fachgerecht auf Wertstoffhöfen zu entsorgen, wählen offenbar einige den einfachen Weg und lagern ihren Unrat illegal im Wald ab.

Robin Kühnau betont, dass dieses Verhalten nicht nur umweltschädlich, sondern auch strafbar ist. Die Kosten für eine ordnungsgemäße Entsorgung scheinen für manche Zeitgenossen ein zu hohes Hindernis darzustellen.

Weitere Aktionen geplant

Die erfolgreiche Sammelaktion wird nach Aussage des Vorsitzenden auf keinen Fall die letzte ihrer Art sein. Die Hegegemeinschaft plant, regelmäßig solche Reinigungsaktionen durchzuführen, um dem Problem der Waldvermüllung nachhaltig entgegenzuwirken. Kühnau bedankt sich ausdrücklich bei allen Mitstreitern und betont die Bedeutung solcher gemeinschaftlichen Initiativen für den Erhalt der natürlichen Umwelt.

Die Aktion zeigt eindrucksvoll, wie engagierte Bürger und Jäger Verantwortung für ihre Heimat übernehmen und gegen die zunehmende Vermüllung der Wälder vorgehen. Trotz der erschreckenden Funde gibt die positive Resonanz und der Einsatz der Beteiligten Anlass zur Hoffnung, dass sich das Bewusstsein für einen sauberen Wald langfristig verbessern lässt.

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