Wolf nach Verletzungsvorfall in Hamburg mit Sender ausgewildert
Der Wolf, der eine Frau in Hamburg verletzt hat, ist zurück an den Hamburger Stadtrand gebracht worden. Bei seiner Auswilderung am Ostersonntag wurde das Tier im südlichen Hamburger Stadtgebiet an der Grenze zu Niedersachsen freigelassen. Das teilte das Umweltministerium in Hannover auf Anfrage mit.
Überwachung mit moderner Technologie
Vor der Freilassung wurde der Wolf mit einem Sender ausgestattet, sodass sein Standort kontinuierlich nachvollzogen werden kann. Nach Angaben der Behörden wird das Jungtier im Rahmen des LIFE Wild Wolf-Projekts länderübergreifend überwacht. Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) bezeichnete die Maßnahme als eine „Auswilderung auf Bewährung“.
Hintergrund und weitere Fälle
Die Hamburger Umweltbehörde hatte zuvor nicht bekanntgegeben, wo das Tier nach seiner Gefangenschaft in einer Wildtierauffangstation im niedersächsischen Sachsenhagen hingebracht worden war. In Niedersachsen waren dem Ministerium zufolge vor dem Hamburger Wolf bereits vier weitere Wölfe in das Forschungsprojekt aufgenommen und mit satellitengestützten Halsbandsendern ausgestattet worden:
- Ein Tier im Jahr 2023
- Zwei Tiere im Jahr 2024
- Ein weiteres Anfang März dieses Jahres
Diese systematische Überwachung soll dazu beitragen, das Verhalten der Wölfe besser zu verstehen und mögliche Konflikte mit dem Menschen frühzeitig zu erkennen. Die Auswilderung markiert einen wichtigen Schritt im Umgang mit wildlebenden Tieren in urbanen Grenzgebieten.



