Tierheim Prenzlau kämpft um Vermittlung: Ausnahmeregelung gegen Straßensperrung
Tierheim Prenzlau: Ausnahme gegen Straßensperrung erkämpft

Tierheim Prenzlau in Not: Ausnahmeregelung gegen Straßensperrung erkämpft

Im Tierheim Prenzlau herrscht Alarmstimmung. Eine baustellenbedingte Vollsperrung der Landesstraße 25 hat die Einrichtung nahezu von der Außenwelt abgeschnitten, was die Vermittlungschancen für die tierischen Bewohner dramatisch minimiert. Chefin Frauke Förster hat nun in einem dringenden Appell an die Stadtverwaltung eine Ausnahmegenehmigung erkämpft, um das Schicksal von Hunden wie Gipsy, Badoo und Brunhilde zu wenden.

Vollsperrung als existenzielle Bedrohung für Tiervermittlung

Nicht nur lokale Betriebe wie eine griechische Gaststätte und eine Landfleischerei leiden unter der Sperrung der L25. Auch das Tierheim am Erika-Kliemann-Weg 1 steht vor einer kritischen Situation. Frauke Förster, die Leiterin des Trägervereins, schlägt Alarm: „Wir sind voll belegt und können bald keine neuen Tiere mehr aufnehmen.“ Die Ursache sieht sie klar in den „Durchfahrt verboten“-Schildern und den polizeilichen Kontrollen, die potenzielle Besucher abschrecken.

Seit Beginn der Sperrung bleiben die Besucher aus, was die Vermittlungsquote der Schützlinge immens reduziert. „Niemand möchte die lange Umleitung in Kauf nehmen“, erklärt Förster. In ihrer Verzweiflung wandte sie sich direkt an den Prenzlauer Bürgermeister Marek Wöller-Beetz, der am 1. April eine Ausnahmegenehmigung erteilte. Ab sofort dürfen Interessenten den gesperrten Bereich passieren, um das Tierheim zu erreichen – eine Maßnahme, die mit dem städtischen Baubetrieb abgestimmt wurde.

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Hunde warten auf ein neues Zuhause

Die Auswahl an vermittlungsbereiten Tieren ist groß, sowohl bei Hunden als auch bei Katzen. Besonders dringend ist die Situation für langjährige Bewohner wie Gipsy, einen kaukasischen Owtscharka, der seit über drei Jahren im Tierheim lebt. Der Hund sehnt sich nach einem endgültigen Zuhause bei einer liebevollen Familie.

Weitere wartende Vierbeiner sind:

  • Badoo, ein drolliger Schäferhund-Collie-Mischling, der 2024 als Fundtier ins Heim kam.
  • Brunhilde, ein Jagdterrier-Mischling, der bei Röpersdorf gefunden wurde und als freundlich, neugierig und willensstark beschrieben wird.
  • Noel, ein acht Jahre alter, braun-beiger Hund, der ebenfalls auf Vermittlung hofft.

Das Personal betont, dass Brunhilde regelmäßige Bewegung und erfahrene Besitzer benötigt, während für alle Hunde ein Besuch in der Hundeschule empfohlen wird. Trotz der Herausforderungen bleibt das Tierheim auch über Ostern nach telefonischer Absprache für Besuche geöffnet.

Hoffnung auf steigende Besucherzahlen

Frauke Förster erhofft sich durch die Ausnahmeregelung einen schnellen Anstieg der Besucherzahlen. „Das ist entscheidend, damit Mensch und Tier wieder zusammenfinden können“, sagt sie. Interessenten können sich unter der Telefonnummer 03984 8348615 oder per E-Mail an tierheim-prenzlau@example.com melden. In einer Zeit, in der das Tierheim mit voller Belegung kämpft, ist jede Vermittlung ein kleiner Sieg gegen die Isolation durch die Straßensperrung.

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