Minister Backhaus genehmigt Rettungsversuch für gestrandeten Ostsee-Wal
Rettungsversuch für gestrandeten Wal in Ostsee genehmigt

Dramatische Wende: Rettungsaktion für gestrandeten Wal in der Ostsee

In einer überraschenden Kehrtwende hat Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) am Mittwochmittag um 12.00 Uhr einen privaten Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal in der Ostsee genehmigt. Dies gab der Minister drei Stunden später bei einer Pressekonferenz in Schwerin bekannt. Noch am Vorabend hatte sich die Situation für das Tier aussichtslos dargestellt.

Privates Konzept überzeugt die Behörden

Den Ausschlag für die Entscheidung gab ein Konzept, das eine Gruppe um zwei Unternehmer am Dienstagabend vorgelegt hatte. Die Behörden prüften den Vorschlag intensiv und forderten am Mittwochmorgen noch letzte Nachbesserungen. Minister Backhaus betonte, dass es sich um ein minimalinvasives Vorgehen handele, das dem Tier möglicherweise helfen könne. Dies markiert eine deutliche Kursänderung, nachdem der Minister zuvor mehrfach erklärt hatte, es sei das Beste, den Wal in Ruhe sterben zu lassen.

Mehrstufiger Rettungsplan in Gang gesetzt

Bereits am Mittwochnachmittag sollten Taucher ins Wasser gehen, um Kontakt zu dem gestrandeten Wal aufzunehmen und ihn zu beruhigen. Backhaus sprach von tierwohlstützenden und leidlindernden Maßnahmen. Der Tauchgang war für 17.30 Uhr geplant. Parallel dazu sollte der Untergrund untersucht werden, um die weiteren Schritte vorzubereiten.

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Für Donnerstag ist vorgesehen, Luftkissen unter das Tier zu bringen und es behutsam anzuheben. Dazu soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Anschließend soll der Buckelwal auf einer speziellen Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden. Wenn alles nach Plan verläuft, könnte der Transport aus der Region bereits am Freitag beginnen.

Langfristige Perspektive: Rückkehr in den Atlantik

Die ambitionierte Rettungsaktion sieht vor, dass ein Schlepper die beiden Pontons bis in die Nordsee und weiter in den Atlantik zieht, um den Wal dort in seiner natürlichen Umgebung freizulassen. Dieser Schritt wäre der Höhepunkt einer außergewöhnlichen Rettungsmission, die nur durch das Engagement privater Initiativen möglich wurde. Der Buckelwal war auch am Mittwoch noch deutlich zu hören, was die Hoffnung nährte, dass das Tier die Prozedur überstehen könnte.

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