Nachwuchs bei Humboldt-Pinguinen im Bergzoo Halle: Drei Küken geschlüpft
Pinguin-Nachwuchs im Bergzoo Halle: Drei Küken geschlüpft

Drei flauschige Neuankömmlinge im Bergzoo Halle

Im halleschen Bergzoo herrscht freudige Aufregung: Bei den Humboldt-Pinguinen hat sich Nachwuchs eingestellt. Drei kleine Küken sind vor etwa zwei Wochen geschlüpft und bringen frisches Leben in die Pinguin-Anlage. Eines der Jungtiere wiegt dabei gerade einmal 250 Gramm – vergleichbar mit einem handelsüblichen Stück Butter. Das plüschig-graue Federkleid der Küken lässt bereits erahnen, wie niedlich die neuen Bewohner des Zoos sind.

Elternpaar und Namensgebung

Eltern des beschriebenen Kükens sind Lotti und Rebecca, wobei Lotti der Vater ist. Interessanterweise kann das Geschlecht von Pinguinen nur durch einen Bluttest zuverlässig bestimmt werden. Im Bergzoo Halle behalten die Tiere jedoch ihre einmal vergebenen Namen, auch wenn sich später herausstellt, dass Geschlecht und Name nicht übereinstimmen. Diese Praxis sorgt für eine persönliche Kontinuität im Leben der Tiere.

Noch versteckt, bald zu sehen

Für Zoobesucher sind die drei Pinguin-Babys derzeit noch nicht sichtbar. Sie halten sich versteckt in den Höhlen der Anlage auf, wo sie geschützt aufwachsen. In den kommenden Wochen werden sie jedoch voraussichtlich ihre Verstecke verlassen und dann für die Öffentlichkeit zu entdecken sein. Die typische schwarz-weiße Gefiederfärbung der erwachsenen Humboldt-Pinguine entwickelt sich erst im Laufe der Zeit. Bis die Jungtiere ihr Endgewicht von etwa drei bis vier Kilogramm erreichen, werden noch einige Monate vergehen.

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Hintergrund zur bedrohten Art

Der Humboldt-Pinguin wurde im Jahr 1834 nach dem berühmten Entdecker Alexander von Humboldt benannt. Dieser soll die Art bereits während seiner Amerikareise zwischen 1799 und 1804 im heutigen Peru beobachtet haben. Die natürliche Heimat dieser Pinguine sind die Küstenregionen von Peru und Nordchile. Leider zählen Humboldt-Pinguine zu den bedrohten Vogelarten, weshalb ihre Erforschung und Nachzucht von großer Bedeutung sind.

Im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms engagieren sich Tiergärten und Zoos wie der Bergzoo Halle aktiv für den Schutz dieser Tiere. Seit dem Jahr 1974 werden in Halle Pinguine gehalten, womit der Zoo auf eine lange Tradition in der Pflege und Zucht dieser besonderen Vögel zurückblicken kann. Die erfolgreiche Aufzucht der drei Küken ist somit ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz und unterstreicht die Bedeutung zoologischer Einrichtungen für den Erhalt bedrohter Spezies.

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