Gericht verurteilt Mann zu Bewährungsstrafe für Paketversand einer Katze
Mann verurteilt: Katze per Paket verschickt

Sechs Monate auf Bewährung: Wiener Gericht verurteilt Mann wegen Paketversand einer Katze

Ein Gericht in Wien hat einen 20-jährigen Mann zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verurteilt. Der Vorwurf lautete auf Tierquälerei, nachdem er versucht haben soll, seine eigene Katze in einem Paket nach Deutschland zu verschicken. Die Verhandlung sorgte für Aufsehen, da der Angeklagte bis zum Schluss seine Unschuld beteuerte und stattdessen den zuständigen Postboten beschuldigte.

Bewegendes Paket löst Verfolgungsjagd aus

Im vergangenen April staunten die Mitarbeiter eines Logistikzentrums in Niederösterreich nicht schlecht, als sie ein Paket entdeckten, das sich eigenartig bewegte. Plötzlich sprang eine graue Katze aus der Verpackung, was eine längere Verfolgungsjagd auslöste. Die Postmitarbeiter konnten das Tier schließlich einfangen und versorgten es mit Futter und Wasser. Die Katze, die auf den Namen "Shana" hört, wurde daraufhin in ein Tierheim gebracht.

Angeklagter beschuldigt Postboten der Entführung

Im Prozess vor dem Wiener Gericht leugnete der 20-Jährige die Tat vehement. "Ich beschuldige den Zusteller, dass er die Katze geklaut hat", erklärte er gegenüber der Richterin. Seiner Darstellung nach sollte das Paket eigentlich eine Gitarre enthalten. Der Mann vermutete eine Verschwörung des Postboten, der angeblich wegen zahlreicher Rücksendungen genervt gewesen sei. "Ich glaube, ich werde hier in eine Falle gelockt", so seine Aussage.

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Richterin zeigt sich unnachgiebig

Die Richterin ließ sich von dieser Version nicht überzeugen und verhängte die Bewährungsstrafe. Sie folgte damit der Anklage, die Tierquälerei aufgrund der lebensgefährlichen Transportbedingungen für die Katze sah. Lokale Medien wie örtliche Zeitungen und der ORF berichteten übereinstimmend über den ungewöhnlichen Fall.

Ausblick und neues Zuhause für "Shana"

Der Verurteilte kündigte an, möglicherweise in zweiter Instanz seine Unschuld beweisen zu wollen. Indessen hat die Katze "Shana" inzwischen ein neues, dauerhaftes Zuhause gefunden. Der Fall unterstreicht die rechtlichen Konsequenzen von Tierquälerei und die Verantwortung von Haustierbesitzern.

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