Günther Jauchs Tauben-Spott bei 'Wer wird Millionär?' löst Empörungswelle aus
Jauchs Tauben-Spott bei 'Wer wird Millionär?' sorgt für Empörung

Günther Jauchs Tauben-Spott bei 'Wer wird Millionär?' löst Empörungswelle aus

Ein vermeintlich lockerer Spruch in der beliebten Quizshow Wer wird Millionär? hat eine hitzige Debatte über Tierschutz und gesellschaftliche Verantwortung entfacht. Moderator Günther Jauch (69) steht nach spöttischen Äußerungen über Stadttauben in der Sendung vom 13. April 2026 massiv in der Kritik.

Ironische Kommentare entfachen Sturm in sozialen Medien

Alles begann mit einer scheinbar harmlosen Passage, als eine Kandidatin von ihrem Engagement für Stadttaubenhilfe erzählte. Jauch reagierte darauf mit einem ironischen Unterton und ließ Sätze wie „Wenn ich Menschen sehe, die Tauben füttern, werde ich zum...“ fallen. Als später im Quiz die Antwort „Taubentöter“ auftauchte, scherzte der Moderator weiter: „Jaaaa, es kann nur C sein, es muss C sein, ich kaufe alle Bestände auf.“ Auch ein entsprechender Spruch aus dem Publikum wurde von ihm zustimmend aufgenommen.

In den sozialen Netzwerken verbreiteten sich diese Szenen rasant und lösten eine Welle der Empörung aus. Zuschauer und Tierschützer zeigten sich wenig begeistert von den als respektlos empfundenen Kommentaren. Besonders der Vergleich von Tauben mit „Ratten der Lüfte“ stieß auf heftige Ablehnung.

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Tierschützer und Influencer reagieren mit deutlicher Kritik

Der Influencer und Tierschützer Malte Zierden (33), der sich selbst aktiv für Tauben einsetzt, meldete sich umgehend zu Wort. „Was war das bitte?“, fragte er in einem Instagrambeitrag und erinnerte daran, dass Tauben dem Menschen lange als Brieftauben oder im Krieg gedient hätten. „Wir haben sie von uns abhängig gemacht“, betonte Zierden und kritisierte, dass viele Vorurteile tief in der Gesellschaft verankert seien.

Die Reaktion des Influencers geht noch weiter: Er kündigte an, selbst bei Wer wird Millionär? antreten zu wollen und einen möglichen Gewinn komplett an Taubenschutzvereine zu spenden. Damit will er ein Zeichen gegen die Verunglimpfung der Tiere setzen.

Organisation warnt vor Normalisierung von Hass

Auch die Volare Wildvogelhilfe meldete sich mit einer deutlichen Stellungnahme zu Wort. Die Organisation sieht in Jauchs Aussagen eine ernste Gefahr, da solche Sprüche „Hass gegen Tauben normalisieren“ könnten. Aus ihrer Sicht sind Stadttauben keine wilden Schädlinge, sondern gezüchtete Haustiere, die ohne menschliche Hilfe kaum überleben können.

In einem Instagrambeitrag rief die Organisation dazu auf, Sender und Produktionsfirma sachlich zu kontaktieren, um das Thema weiter zu verbreiten und auf die Problematik aufmerksam zu machen. Sie betonte, dass gerade diese Tiere auf menschliche Unterstützung angewiesen seien.

Bisher kein Statement von Verantwortlichen

Bislang gibt es noch keine offizielle Reaktion auf die kontroversen Äußerungen. Weder der Sender RTL noch die Produktionsfirma Endemol Shine Germany haben sich bisher zu dem Vorfall geäußert. Auch Günther Jauch selbst hielt sich mit einem Statement zurück.

Die Debatte zeigt, wie sensibel das Thema Tierschutz in der Öffentlichkeit behandelt wird und welche Verantwortung öffentliche Personen wie Fernsehmoderatoren tragen. Die Empörungswelle in den sozialen Medien unterstreicht, dass viele Zuschauer solche Kommentare nicht mehr tolerieren wollen.

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