Märchenhafte Wanderung durch Deutschlands ältesten Buchenwald
Der Freundeskreis „Liebevoll.jetzt“ aus der Uckermark organisiert erneut eine seiner beliebten, geführten Wanderungen. Diesmal führt die Tour durch das beeindruckende Naturwaldreservat „Heilige Hallen“ bei Feldberg, wie der Organisator vorab mitteilte. Die Teilnehmer dürfen sich auf ein einzigartiges Walderlebnis in einer weitgehend ungestörten Naturlandschaft freuen.
Baumriesen von über 50 Metern Höhe
Initiator Klaus-Peter Heinrich verspricht einen traumhaften Märchenwald: „Viele Bäume im ältesten Buchenwald Deutschlands sind mehr als 350 Jahre alt. Sie ragen über 50 Meter in die Höhe und bilden mit ihren dichten Kronendächern eine Kathedrale aus Grün – daher auch der Name ‚Heilige Hallen‘. Im Frühling erstrahlt der Wald in einem hellen, lebendigen Grün.“
Baum-Spezialistin Inger Trölsch, die die Wanderung leiten wird, ermuntert die Teilnehmer sogar, eine Kostprobe von den Blättern zu nehmen. Sie erklärt: „Selbst im toten Holz der umgefallenen Bäume, da hier keine Forstwirtschaft betrieben wird, zeigt sich erstes Leben in Form von Insekten, Vögeln und Pilzen. Leben bedeutet ständige Entfaltung.“
Die geheime Sprache des Waldes
Trölsch, die seit ihrer Kindheit mit Bäumen verbunden ist und als Forstfacharbeiterin bereits tausende Bäume gepflanzt hat, wird den Teilnehmern erläutern, wie wichtig der Kontakt mit Bäumen ist. „Bäume kommunizieren miteinander“, so die Expertin. „Wenn ein Baum dem Bereich eines anderen nahekommt, hält er inne, und sie einigen sich über diese Grenze. Eine große Buche nährt ihre Sprösslinge durch Zuckerabgabe aus der Wurzel.“
Sie fügt hinzu: „Bäume berichten einander mithilfe von Pilzgeflechten, wenn ein Fressfeind am Werke ist, und geben diese Nachricht weiter. Alte Bäume, die Mutterbäume, helfen den jungen Sprösslingen beim Wachsen und geben ihre Erfahrungen weiter. Sie achten darauf, dass es ihren ‚Kindern‘ gut geht.“
Wohltuende Wirkung auf Körper und Geist
Die Luft in einem gesunden Wald sei nahezu keimfrei, betont Trölsch. „Dass der bloße Anblick von grünem Blattwerk wohltuend auf Körper, Seele und Geist wirkt, ist hinlänglich bekannt. Wenn man einen Moment innehält, kann man wahrnehmen, wie die Natur ihr Versprechen einlöst – alles ist miteinander verbunden.“
Klaus-Peter Heinrich verspricht: „Durch geomantische Weiterbildungen und ihre große Liebe zu allen Wesen des Waldes begleitet Inger Trölsch uns auf einem leisen Spaziergang durch eine der schönsten Ecken der Feldberger Seenlandschaft. Mit kleinen Übungen und im Austausch in der Gruppe erfahren wir, was uns Bäume spüren lassen und was sie uns erzählen.“
Praktische Informationen zur Wanderung
Die Wanderung startet am Sonntag, dem 26. April, um 11.45 Uhr an der Bushaltestelle in Lüttenhagen bei Feldberg. Teilnehmer sollten für ein Picknick im Wald eigene Verpflegung mitbringen. Wer eine Mitfahrgelegenheit aus Prenzlau benötigt, kann sich nach vorheriger telefonischer Anmeldung um 10 Uhr am Picknick-Parkplatz einfinden. Kontaktmöglichkeit: 0173 9319590.
Diese geführte Walderfahrung bietet eine einzigartige Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen und in die geheimnisvolle Welt eines uralten Buchenwaldes einzutauchen – ein Erlebnis, das Naturliebhaber und Wanderbegeisterte gleichermaßen begeistern wird.



