Griechenland verschärft Strandschutz: Bußgelder bis 60.000 Euro
Griechenland verschärft Strandschutz: Bußgelder bis 60.000 Euro

Griechenland zieht die Reißleine – und stellt immer mehr Strände unter besonderen Schutz. Die Regierung in Athen hat jetzt eine neue Liste veröffentlicht. Darauf stehen Strände auf dem Festland und auf den Inseln, die in ihrem natürlichen Zustand bleiben müssen. An diesen Küstenabschnitten dürfen unter anderem keine Sonnenschirme und Liegen vermietet werden.

Strenge Regeln für geschützte Strände

Auch das Reservieren von Plätzen durch private Sonnenschirme, Liegen oder Handtücher ist verboten. Verstöße gegen die Regeln können sehr teuer werden. Die Bußgelder starten bei rund 2000 Euro und reichen je nach Schwere bis zu etwa 60.000 Euro. Die griechische Regierung reagiert damit auf den wachsenden Druck durch den Massentourismus und setzt auf den Erhalt der natürlichen Küstenlandschaft.

Warum die Strände geschützt werden

Ziel der Maßnahme ist klar: Die Umwelt soll geschützt werden. Und die Küste soll vor den Folgen des Übertourismus bewahrt werden. Griechenland reagiert damit auf den wachsenden Druck durch immer mehr Urlauber. Zusätzlich gilt seit März 2024: Liegestühle und Sonnenschirme müssen mindestens vier Meter vom Ufer entfernt sein. Dies soll den freien Zugang zum Strand gewährleisten und die natürliche Vegetation schützen.

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Strände mit besonderem ästhetischen, landschaftlichen oder ökologischen Wert sowie die dortigen Tiere und Pflanzen sollten vor einem zu starken Besucherandrang geschützt werden, erklärte ein Regierungssprecher. Die Zahl der geschützten Strände steigt dieses Jahr weiter an: Vor zwei Jahren waren es 198, im vergangenen Jahr 238 – jetzt sind es 251. Es handelt sich um Strände, die zum NATURA-2000-Netzwerk gehören, einem zusammenhängenden Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union.

Touristen-Rekord in Griechenland

Schon seit einigen Jahren gehen die griechischen Behörden verstärkt gegen illegale Bauten an den Küsten vor. Immer wieder rücken sie an, um unerlaubte Konstruktionen zu entfernen. Erst kürzlich rissen Arbeiter auf der Insel Gavdos südlich von Kreta unter Polizeischutz mehrere Hütten an einem Strand ab. Nach Verwaltungsangaben stellten sie ein Brandrisiko dar. Der Druck auf die Küsten ist enorm. Griechenland stellte mit fast 38 Millionen Besuchern im vergangenen Jahr einen neuen Touristen-Rekord auf. Im Dezember warnten die Bürgermeister der Kykladen und der Dodekanes-Inseln, der Übertourismus gefährde „die Existenz“ der Eilande.

Die Maßnahmen der Regierung zeigen, dass der Schutz der Natur und die Regulierung des Tourismus Hand in Hand gehen müssen. Mit den neuen Bußgeldern und der Ausweitung der geschützten Strände setzt Griechenland ein starkes Zeichen für nachhaltigen Tourismus.

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