Landgestüt Redefin plant Verkaufsstall und Nachwuchsarbeit für zukunftsfähige Pferdezucht
Landgestüt Redefin: Verkaufsstall und Nachwuchsarbeit geplant

Landgestüt Redefin: Neue Strategie für traditionsreiche Pferdezucht

In den vergangenen Monaten war es ruhig um das Landgestüt Redefin geworden – eine Entwicklung, die von verschiedenen Seiten unterschiedlich bewertet wird. Während einige diese Zurückhaltung als besorgniserregend empfinden, deuten andere sie als positives Signal für eine erfolgreiche Neuausrichtung der traditionsreichen Einrichtung. Tatsächlich hat sich seit dem Abschluss des Interessenbekundungsverfahrens, das einen neuen Betreiber für das denkmalgeschützte Anwesen finden sollte, einiges getan.

Konzentration auf Kernkompetenzen nach Personalreduzierung

Matthias Munz, der Geschäftsführer des Landgestüts, erläutert die aktuellen Veränderungen: „Wir haben unsere Aufgabenbereiche umstrukturiert und uns von einigen Mitarbeitern getrennt. Dadurch konnten wir die Verwaltung effizienter gestalten und uns auf die wesentlichen Kernaufgaben konzentrieren.“ Zu diesen zentralen Aufgaben gehört vor allem die Erkenntnis, das Gestüt als Landesbetrieb weiterzuführen und langfristig zu erhalten.

Besondere Schwerpunkte liegen dabei auf folgenden Bereichen:

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  • Hengsthaltung und professionelle Vermarktung der Zuchttiere
  • Aus- und Weiterbildung für Berufe rund um das Pferd
  • Unterstützung von Züchtern, Reitern und Fahrern
  • Ausbau von Veranstaltungen und Tourismus in Kooperation mit Partnern

Minister Backhaus betont positive Entwicklung

Till Backhaus, der zuständige Landwirtschaftsminister und langjährige Fürsprecher des Gestüts, zeigt sich optimistisch: „Mir ist bewusst, dass Umstrukturierungen immer auch Veränderungen mit sich bringen, die zunächst Besorgnis auslösen können. In diesem Fall geht es jedoch darum, das Landgestüt als kostendeckend arbeitenden Landesbetrieb zu erhalten, und da sind wir auf einem ausgezeichneten Weg.“

Der Minister hebt besonders die vorhandene Expertise in den Bereichen Zucht, Hengsthaltung sowie Reiten und Fahren hervor, die weiter gestärkt werden soll. Erfolgreiche Kooperationen wie die Konzerte der Festspiele MV oder die Genussmesse Lebensart bleiben dabei erhalten und werden fortgeführt.

Neuer Verkaufsstall für professionelle Pferdevermarktung

Ein zentrales Element der Neuausrichtung ist der geplante Aufbau eines Verkaufsstalls. Dieser soll nicht nur die eigenen Pferde des Gestüts, sondern auch Tiere aus der gesamten Region professionell vermarkten. „Der Verkauf von Pferden ist ein wichtiges Standbein, um die Zucht zu begleiten“, erklärt Geschäftsführer Munz. Dabei geht es sowohl um die Vermarktung von hochklassigen Sportpferden als auch um solide ausgebildete Freizeitpartner für Familien.

Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche

Zusätzlich plant das Landgestüt, mehr gemeinnützige Angebote zu etablieren. Munz, dessen Vertrag mit dem Land gerade bis zum 31. März 2027 verlängert wurde, sieht das Gestüt künftig als Anlaufstelle für Schulen und Kindertagesstätten: „Das Landgestüt soll einerseits die vielseitigen Berufe rund um Pferd, Landwirtschaft, Handwerk und Denkmalschutz erlebbar machen. Andererseits wollen wir Kindern und Jugendlichen die Begegnung mit Pferden und Ponys ermöglichen.“

Diese Nachwuchsarbeit soll nicht nur das Interesse an Pferden wecken, sondern auch langfristig den Fachkräftenachwuchs für die Pferdebranche sichern. Durch die Kombination aus professioneller Pferdevermarktung, Bildungsangeboten und touristischen Aktivitäten positioniert sich das Landgestüt Redefin damit als vielseitiger Dienstleister für alles rund um das Pferd – eine Strategie, die auf breite Unterstützung in Politik und Fachkreisen stößt.

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