Wetterumschwung am Sonntag: Frühlingswärme weicht nasskaltem Grau
Der April zeigt sich am Sonntag von seiner ungemütlichen Seite. Nach fast frühsommerlichen Tagen mit Temperaturen über 20 Grad steht Deutschland ein markanter Wetterumschwung bevor. Statt Sonnenschein und leichter Kleidung sind nun Regenjacke, Pullover und vielleicht sogar ein heißer Tee gefragt.
Klimatologe warnt vor Temperatursturz von bis zu 10 Grad
Klimatologe Dr. Karsten Brandt erklärt gegenüber Medien: „Es wird deutlich kälter, ein Temperatursturz kündigt sich an, denn es wird etwa 10 Grad kälter.“ Während im Südwesten noch 13 bis 15 Grad erreicht werden, bleiben die Temperaturen im Harz, in Sachsen-Anhalt und Sachsen bei kaum 10 Grad.
Verantwortlich für den abrupten Wechsel ist ein Tiefdruckgebiet aus dem Westen, das langsam über Deutschland zieht und Feuchtigkeit mitbringt. Die Regenfront erreicht in den frühen Morgenstunden Niedersachsen und zieht bis 8 Uhr weiter nach Mecklenburg-Vorpommern, an die Küsten und nach Berlin.
Regionale Unterschiede und Nachtfröste drohen
Diplom-Meteorologe Dominik Jung bestätigt: „Besonders südlich der Donau kann es am Sonntagnachmittag und -abend ergiebig regnen, wenn sich die Front am Alpenrand staut.“ Die Regenmengen bleiben insgesamt jedoch moderat, mit durchschnittlich 5 bis 6 Litern pro Quadratmeter.
Nachts wird es empfindlich kalt. Dr. Brandt warnt: „Es drohen bei Temperaturen um null Grad Nachtfröste vor allem im Norden. Die Obstbauern klappern mit den Zähnen, denn viele Bäume stehen in voller Blüte.“
Aussichten für die kommende Woche
Im Norden und Westen lockert die Bewölkung nach dem Sonntag bereits wieder auf, allerdings bleibt es windig mit einem kräftig auffrischenden, böigen Nordwestwind. Die neue Woche startet ebenfalls windig, mit nur vereinzelten Niederschlägen statt ergiebigem Regen.
Während Deutschland mit dem Kälteeinbruch kämpft, erlebt Südwesteuropa bereits die erste Hitzewelle des Jahres. In Spanien und Portugal klettern die Temperaturen auf bis zu 30 Grad.



