Regenwalze rollt über Deutschland: Frühlingswetter macht Platz für nasses Wochenende
Regenwalze über Deutschland: Nasses Wochenende erwartet

Regenwalze macht ganz Deutschland nass: Frühlingswetter legt Pause ein

Das schöne Frühlingswetter in Deutschland nimmt am Wochenende eine deutliche Pause. Während der Samstag noch frühsommerliche Temperaturen bringt, rollt aus nordwestlicher Richtung eine umfangreiche Regenwalze heran, die bis Sonntagabend einmal komplett über das Land hinwegzieht. Nicht alle Regionen werden dabei gleichermaßen von den Niederschlägen betroffen sein.

Samstag startet frühsommerlich warm

Der Samstag beginnt ähnlich angenehm wie der vorangegangene Freitag. Wetter-Experte Karsten Brandt erklärt: „Im Vergleich zum Sonntag ist der Samstag noch sensationell. Es ist überall warm, vor allem im Süden und in der Mitte werden die Temperaturen vielerorts auf 23 oder gar 24 Grad klettern.“ Verantwortlich dafür ist ein kleiner Hitzearm, der aus Südwesteuropa bis nach Deutschland vordringen kann. „Spanien und Portugal erleben gerade ihre erste Hitzewelle, da werden es über 30 Grad“, so der Klimatologe weiter.

Auch der Osten Deutschlands darf sich auf bis zu 21 Grad freuen, während der äußerste Norden mit rund 18 Grad noch gut davonkommt. Brandt beschreibt die Bedingungen als „perfektes Wanderwetter“, bei dem man im T-Shirt unterwegs sein kann, ohne an Sonnencreme denken zu müssen, da die Sonne meist hinter einer dünnen Wolkenschicht liegt.

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Tief "Waltraud" bringt Regen und Gewitterpotenzial

Doch die Idylle währt nicht lange. Am späteren Samstagnachmittag erreicht ein umfangreiches Regengebiet zunächst den Nordwesten und Westen Deutschlands, das sich dann allmählich weiter ausbreitet. Verantwortlich für diese Wetteränderung ist das Tiefdruckgebiet mit dem Namen „Waltraud“.

DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel weist auf mögliche lokale Gewitter und stärkere Regenfälle hin: „In Hessen, dem nördlichen Baden-Württemberg sowie in Nordbayern, Thüringen und Westsachsen wird es Ecken geben, wo 15 Liter Wasser pro Quadratmeter und Stunde runterkommen.“ Der Deutsche Wetterdienst könnte am Samstag die gelbe Warnstufe für Gewitter herausgeben, was für diese Jahreszeit jedoch als normale Wettersituation gilt.

Regenband zieht von West nach Ost

Das mehrere hundert Kilometer breite Wolkenband zieht im Verlauf des Wochenendes von Westen nach Osten und schließlich in Richtung Südosten ab. Während der ersten Nachthälfte regnet es vor allem im Westen und in der Mitte Deutschlands, in der zweiten Nachthälfte dann auch im übrigen Teil des Landes – mit zunehmender Intensität.

Karsten Brandt betont zwar, dass das Gewitterpotenzial nicht übermäßig hoch sei und spricht in dieser Hinsicht eher von einer „Tote-Hose-Front“, doch die Niederschläge selbst sind durchaus prägnant. Selbst der äußerste Osten und Südosten, die am Samstag noch trocken bleiben, werden schließlich kräftig mit Regen überschüttet.

Temperatursturz am Sonntag

Parallel zum Regen erleben die Deutschen einen deutlichen Temperatursturz. Am Sonntag kommt der Norden nicht über 13 Grad hinaus, während der Süden maximal 17 Grad erreicht. „Im Westen lockert es am Sonntag auf. Doch vor allem in der Mitte, im Süden und Osten bleibt es grau, grau, grau. Da möchte man das Bett kaum verlassen“, kommentiert Wettermann Brandt die Aussichten.

Die Wetterkarte zeigt deutlich die prognostizierten Niederschlagsmengen des Samstags, wobei Teile des Ostens und Südostens zunächst noch trocken bleiben. Am Sonntagnachmittag hat sich das Regengebiet dann vollständig in Richtung Osten und Südosten verlagert, wo es lokal zu starken Niederschlägen kommt.

Das Fazit für das Wochenende lautet somit: Samstag noch frühsommerlich warm und freundlich, Sonntag dann regnerisch und deutlich kühler. Wanderfreunde sollten ihre Aktivitäten besser auf den Samstag vorverlegen, während für Sonntag gemütliche Indoor-Aktivitäten empfohlen werden.

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