KI malt van Gogh: So könnte der Sommer 2026 in Europa aussehen
KI malt van Gogh: Prognose für Sommer 2026

KI malt van Gogh: So könnte der Sommer 2026 in Europa aussehen

Wird es endlich wieder einen richtigen Sommer geben? Diese Frage bewegt viele Menschen im Frühjahr, wenn die Hoffnung auf warme und trockene Tage wächst. Für Meteorologen ist es eine Herausforderung, verlässliche Prognosen für die Monate Juni bis September zu erstellen. Aufgrund der hohen Komplexität des Wetters gelingt dies oft nur bedingt. Künstliche Intelligenz kann jedoch helfen, grobe Tendenzen zu erkennen. Was eine KI jetzt berechnet hat, zeichnet ein klares Bild vom kommenden Sommer – und das sogar im unverwechselbaren Stil des berühmten Malers Vincent van Gogh.

Ein buntes Bild mit klarer Botschaft

In leuchtenden, dick aufgetragenen Farben und mit dynamischer Pinselführung zeigt die KI-Visualisierung einen Ausblick auf das durchschnittliche Europa-Wetter im Sommer 2026. Die britischen Inseln erscheinen im grünen Bereich, während Norwegen sowie der Norden von Frankreich, Deutschland, Polen und den Benelux-Staaten von Gelbtönen dominiert werden. Viele weitere Teile des Kontinents leuchten jedoch in der Signalfarbe Rot.

Grün steht für normale Temperaturen, gelb und rot deuten auf zu warme Verhältnisse hin. Klimatologe Karsten Brandt erklärt: „Wir haben alle verfügbaren Prognosedaten verschiedener Dienste und Modelle in eine Art KI-Mixer gegeben und sie dann in diesem besonderen Stil auswerten lassen, wie der Sommer werden könnte.“ Rot bedeutet etwa zwei Grad zu warm, gelb etwa ein Grad zu warm.

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Experten warnen vor Unwettern

„Das ist etwas wischi-waschi“, schränkt Brandt jedoch ein. Die Computermodelle gehen lediglich zu 60 bis 70 Prozent davon aus, dass es im Westen und Süden Deutschlands tendenziell zu warm wird. Der Klimatologe dämpft zudem die Vorfreude: „Das muss kein Top-Sommer werden, sondern kann auch ein schwüler, ekliger werden.“ Der kühle Norden deutet darauf hin: „Durch den Temperaturunterschied steigt das Potenzial für Gewitter und Unwetter.“ Außerdem sei es unwahrscheinlich, dass der Sommer in dieser Hinsicht wieder ähnlich ruhig wie der letztjährige verläuft.

Ein Sommer der Überraschungen

Diplom-Meteorologe Dominik Jung geht von einem Sommer der Überraschungen aus. „Es deutet vieles darauf hin, dass der Sommer ständig die Richtung wechselt. Ein paar richtig heiße Tage, dann plötzlich Gewitter, danach wird’s wieder angenehmer – und kurz darauf geht das Ganze wieder von vorne los.“ Auch Jung sieht eine hohe Wahrscheinlichkeit von rund 60 Prozent dafür, dass es zu warm wird – und er warnt vor der Gefahr schwerer Gewitter und regionaler Hochwasserprobleme.

Wochenlange Hitze eher unwahrscheinlich

„Der Jetstream könnte ziemlich aktiv sein und immer wieder neue Luftmassen nach Deutschland lenken. Mal kommt warme Luft aus dem Süden, dann wieder kühle vom Atlantik. Dadurch bleibt das Wetter in Bewegung und nichts setzt sich dauerhaft fest“, prognostiziert der Experte. Hinzu käme der Einfluss von El Niño, der global oft für zusätzliche Wärme sorge. „Aber das heißt nicht automatisch, dass wir hier wochenlang Hitze haben. Dafür funkt der Atlantik einfach zu oft dazwischen.“

Klimatologe Karsten Brandt legt sich – auch mit Blick auf die Wetterkarte im Stile van Goghs – bereits fest, was den Mittelmeerraum anbelangt: „Hier wird es auf jeden Fall zu heiß. Es könnte mehrere längere Phasen mit Temperaturen von über 40 Grad geben.“ Und das Wasser? „Wird eher so Badewanne.“

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