Die Umweltminister von Brandenburg und Nordrhein-Westfalen fordern ein schnelles Verbot von Einweg-E-Zigaretten. Sie sehen darin eine erhebliche Gefahr für die Umwelt und die Sicherheit. Anlässlich der Konferenz der Umweltministerinnen und Umweltminister in Leipzig erklärte Brandenburgs Umweltministerin Hanka Mittelstädt (SPD), dass weder Batterie noch Flüssigkeit bei diesen Geräten austauschbar seien. Zudem würden sie als Elektrogeräte vermutlich oft nicht fachgerecht entsorgt.
Antrag auf Umsetzung des Verbots
Die beiden Länder wollen am Freitag einen Antrag bei der Konferenz einbringen, der die Bundesregierung auffordert, das bereits angekündigte Verbot von Einweg-E-Zigaretten zeitnah umzusetzen. Der Bundesrat hat sich bereits mehrfach für ein solches Verbot ausgesprochen. Die Bundesregierung hat zwar grundsätzlich ihre Bereitschaft erklärt, ein Verbot auf den Weg zu bringen, doch konkrete Schritte und ein Zeitplan stehen noch aus.
Umwelt- und Sicherheitsrisiken
„Einweg-E-Zigaretten sind nicht nur ein erhebliches Umweltproblem, sondern auch ein konkretes Sicherheitsrisiko“, betonte Mittelstädt. Gelangten sie in den Restmüll, könne es in Entsorgungsanlagen zu gefährlichen Bränden kommen, bei denen giftige Gase freigesetzt würden. Werde sie in der Umwelt weggeworfen, gelangten Schadstoffe in Böden und Gewässer.
Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hatte sich bereits im Dezember für ein Verbot ausgesprochen. Auch der nordrhein-westfälische Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) warnte im Dezember davor, dass die Bundesregierung der Recyclingbranche die wirtschaftliche Grundlage entziehe, wenn sie nicht schnell handle.
Marktentwicklung und Rückgabemöglichkeit
Die sogenannten Vapes erzeugen Dampf, der inhaliert wird und nach Früchten oder Menthol schmeckt. Der Dampf enthält zwar deutlich weniger Schadstoffe als Tabakrauch, doch Mediziner warnen vor den Gesundheitsgefahren und der abhängig machenden Wirkung von Nikotin. Im Jahr 2025 stieg der legale Umsatz in Deutschland nach Branchenangaben schätzungsweise um ein Viertel auf 2,4 Milliarden Euro. Ab Juli können Verbraucherinnen und Verbraucher E-Zigaretten überall dort, wo sie verkauft werden, auch zurückgeben.



