70-Jähriger entsorgt illegal Müll im Wald bei Galenbeck – Polizei erhebt Anzeige
70-Jähriger entsorgt illegal Müll im Wald – Polizei erhebt Anzeige

70-Jähriger Mann bei illegaler Müllentsorgung im Wald erwischt

In einem Waldgebiet bei Galenbeck im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat die Polizei einen 70-jährigen Deutschen bei der illegalen Entsorgung von Müll angetroffen. Der Mann hatte laut Polizeiangaben gut drei Kubikmeter Dachpappe und Styroporplatten am Wegesrand abgestellt. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochnachmittag und zog umgehend polizeiliche Maßnahmen nach sich.

Förster beobachtet Entsorgung und alarmiert Polizei

Bevor die Polizeibeamten eintrafen, war bereits ein Förster auf den Mann aufmerksam geworden, der beim Entladen des Materials beobachtet hatte. „Als die Beamten in dem Wald ankamen, erwartete der Entsorger die Beamten schon zusammen mit einem Förster, dem der Mann zuvor aufgefallen war beim Entladen“, erklärt die Neubrandenburger Polizeisprecherin Claudia Berndt. Diese ungewöhnliche Situation führte zu einer schnellen Aufklärung des Vorfalls.

Mann gibt überraschende Erklärung für sein Handeln ab

Vor Ort gab der 70-Jährige gegenüber den Polizisten an, dass er „alles eigentlich ordentlich an einer entsprechenden Station beseitigen wollte“. Aus ungeklärten Gründen entschied er sich dann jedoch spontan für die illegale Müllentsorgung im Wald. Was den Mann zu diesem plötzlichen Sinneswandel bewogen hat, teilte die Neubrandenburger Polizei nicht mit. Dennoch musste der Senior die bereits abgestellten Materialien wieder in sein Fahrzeug laden.

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Ordnungswidrigkeitsanzeige und mögliche Geldbußen

Konsequenzen blieben nicht aus: Der Mann erhielt aufgrund des „illegalen Entsorgens von Müll im Wald eine Ordnungswidrigkeitsanzeige“, so Claudia Berndt. Laut dem Online-Portal bussgeldkatalog.org wird das Abladen von Sperrmüll in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Strafe zwischen 500 Euro und 5.000 Euro geahndet, wenn es sich um „mehrere Gegenstände über 1 Kubikmeter oder 100 Kilogramm“ handelt.

Die Polizei weist zudem darauf hin, dass die Geldbuße für das illegale Abladen am Straßenrand oder im Wald im Zweifel „teurer als die Kosten für die Entsorgung in geeigneten Betrieben“ werden kann. Diese Mahnung soll andere potenzielle Täter abschrecken und für legale Entsorgungswege sensibilisieren.

Hintergrund und regionale Bedeutung

Illegale Müllentsorgung in Wäldern stellt ein wiederkehrendes Problem in der Region dar. Sie gefährdet nicht nur das Ökosystem, sondern verursacht auch erhebliche Kosten für die Beseitigung. Die Polizei Neubrandenburg betont die Wichtigkeit von ordnungsgemäßen Entsorgungsmethoden und der Zusammenarbeit mit Förstern, um solche Vergehen aufzudecken.

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