Eine neue Studie aus New York sorgt in der Wissenschaft für Aufsehen: Belugawale haben den berühmten Spiegeltest bestanden. Dies gilt als Indikator für Selbstbewusstsein und wurde bisher nur bei wenigen Tierarten nachgewiesen.
Was ist der Spiegeltest?
Der Spiegeltest wurde entwickelt, um zu prüfen, ob ein Tier sich selbst im Spiegel erkennt. Dazu wird dem Tier ein farbiger Punkt auf einer Körperstelle angebracht, die es nur im Spiegel sehen kann. Wenn das Tier den Punkt berührt oder untersucht, gilt der Test als bestanden. Bisher haben nur Menschenaffen, Delfine, Elefanten und einige Vogelarten diesen Test bestanden.
Die Studie im Detail
Forscher der New York University führten die Studie mit mehreren Belugawalen im Aquarium durch. Die Wale zeigten wiederholt Verhaltensweisen, die auf Selbsterkennung hindeuten. Sie bewegten sich vor dem Spiegel, um die markierten Stellen zu betrachten, und versuchten, die Punkte zu entfernen. „Das ist eine Sensation“, sagte die leitende Wissenschaftlerin Dr. Anna Meyer. „Belugawale sind hochintelligente Tiere, aber dass sie den Spiegeltest bestehen, übertrifft unsere Erwartungen.“
Bedeutung für die Forschung
Die Ergebnisse könnten unser Verständnis von tierischem Bewusstsein erweitern. Belugawale leben in komplexen sozialen Strukturen und kommunizieren mit einer Vielzahl von Lauten. Die Fähigkeit zur Selbsterkennung könnte mit ihrer sozialen Intelligenz zusammenhängen. Die Studie wurde im Fachjournal „Animal Cognition“ veröffentlicht und von Experten positiv aufgenommen.
Reaktionen aus der Fachwelt
Meeresbiologen zeigen sich begeistert. „Dieser Fund stellt viele bisherige Annahmen über die kognitiven Fähigkeiten von Walen infrage“, so Dr. Klaus Richter vom Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung. Die Forscher planen nun weitere Experimente, um zu untersuchen, wie sich das Selbstbewusstsein bei Walen entwickelt.
Die Studie ist ein weiterer Schritt, um die Intelligenz der Meeressäuger besser zu verstehen und den Schutz dieser bedrohten Arten zu stärken.



