Prada entwickelt High-Tech-Unterwäsche für Nasa-Mondmission 2028
Prada-Unterwäsche für Nasa-Mondmission 2028

Prada-Unterwäsche für die Mondmission: Hightech aus Italien

Die Luxusmarke Prada hat in Zusammenarbeit mit dem US-Raumfahrtunternehmen Axiom Space eine innovative Unterwäsche für Astronauten der Nasa entwickelt. Das sogenannte „Liquid Cooling and Ventilation Garment“ (LCVG) soll die Raumfahrer auf ihrer Reise zum Mond begleiten und drei wesentliche Funktionen erfüllen: Kühlung, Belüftung und Komfort. Die Präsentation des neuen Anzugteils fand am 8. Juni 2026 statt.

Die Technik hinter dem LCVG

Das LCVG ist die Innenschicht des Weltraumanzugs, der bei der geplanten Mondlandung im Jahr 2028 zum Einsatz kommen soll. Bereits 2024 hatten Prada und Axiom Space erste Entwürfe für die neuen Nasa-Weltraumanzüge vorgestellt. Nun folgt die Unterwäsche als logischer nächster Schritt. Der Ganzkörperanzug wurde mithilfe fortschrittlicher 3D-Modellierungstechnik entwickelt und besteht aus strapazierfähigem Material, das bei Langzeitmissionen mehrfach getragen werden kann.

Während der bis zu achtstündigen Weltraumspaziergänge erzeugen die Astronautenkörper durch den normalen Stoffwechsel erhebliche Wärme. Das LCVG leitet diese Wärme ab, indem kaltes Wasser durch ein Netzwerk von Schläuchen zirkuliert, die über die wichtigsten Muskelgruppen verlaufen. Die Wärme wird zum tragbaren Lebenserhaltungssystem des Anzugs transportiert und von dort ins All abgestrahlt. Für den Fall eines Ausfalls des Kühlkreislaufs gibt es ein Backup-System.

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Belüftung und Sauerstoffversorgung

Neben der Kühlung übernimmt das LCVG auch eine Belüftungsfunktion. Ein separater Schlauchkreis führt frischen Sauerstoff über das Gesicht des Astronauten, um ausgeatmetes Kohlendioxid kontinuierlich abzuführen. Das Gas wird anschließend durch einen CO₂-Wäscher des Lebenserhaltungssystems geleitet, bevor der Sauerstoff wieder in den Kreislauf zurückgeführt wird. Dieses System gewährleistet eine konstante Versorgung mit Atemluft und verhindert die Anreicherung von Kohlendioxid.

Marketing und Imagepflege

Die Zusammenarbeit zwischen Prada und der Nasa ist nicht nur technischer Natur, sondern dient auch der Imagepflege. Thomai Serdari, Marketingprofessorin an der Stern School of Business der New York University, betont, dass Luxusmarken sich schon lange von der Raumfahrt inspirieren ließen. Prada gehe jedoch „über die Inspiration hinaus zu einer tatsächlichen Partnerschaft“. Zwei Faktoren seien entscheidend: der Zugang zu wohlhabenden Verbrauchern, die eine Weltraumreise in Betracht ziehen, und die Verbindung der Marke mit avantgardistischem Denken.

Luca Solca, globaler Leiter für Luxusgüter bei Bernstein, ergänzt, dass die Wiederaufnahme der Weltraumforschung und der bemannten Reisen zum Mond „zwangsläufig viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen“ werde. Luxusmarken müssten relevant und sichtbar bleiben. Auch andere Unternehmen setzen auf Weltraummode: Der US-Sportartikelhersteller Under Armour arbeitet mit Virgin Galactic zusammen, und Columbia Sportswear kooperiert mit Intuitive Machines.

Weltraumtourismus und Zukunftsaussichten

Unternehmen wie Jeff Bezos’ Blue Origin und Elon Musks SpaceX setzen verstärkt auf Weltraumtourismus für Reiche. Die Entwicklung des LCVG ist ein weiterer Schritt in diese Richtung. Die Nasa plant, mit den neuen Anzügen die Mondoberfläche zu erkunden – zum ersten Mal seit über 50 Jahren. Die Partnerschaft mit Prada unterstreicht den wachsenden Einfluss der Privatwirtschaft in der Raumfahrt.

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