Undichte Stelle auf der ISS: Lebensgefahr durch kleines Leck
Die Internationale Raumstation (ISS) hat ein ernstes Problem: Sie verliert kontinuierlich Luft. In den vergangenen Tagen hat sich die Situation derart zugespitzt, dass ein Teil der Crew vorsorglich in die angedockte Rettungskapsel beordert wurde. Die Grenze zwischen Leben und Tod ist auf der ISS derzeit so dünn wie ein Geldstück.
Das Leck befindet sich in einem der ältesten Module
Das Leck wurde in einem der ältesten Module der Raumstation entdeckt. Es handelt sich um den sogenannten „Sarja“-Block, der bereits seit dem Jahr 1998 im All ist. Ingenieure vermuten, dass Mikrorisse oder Materialermüdung die Ursache sein könnten. Bislang konnte die genaue Stelle nicht lokalisiert werden, was die Reparatur erschwert.
Die Besatzung musste sich in Sicherheit bringen, nachdem die Druckabfälle immer häufiger wurden. Die Rettungskapsel, die normalerweise für Notfälle vorgesehen ist, wurde zum provisorischen Aufenthaltsort für drei Astronauten. Die übrigen Crewmitglieder arbeiten weiter an der Fehlersuche.
Mülleimer der Astronauten im Verdacht
Eine kuriose Theorie besagt, dass die Mülleimer der Astronauten eine Rolle spielen könnten. In der Schwerelosigkeit sammeln sich Abfälle in speziellen Behältern, die möglicherweise undicht geworden sind. Die NASA und die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos prüfen derzeit alle Möglichkeiten.
Die ISS ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer Raumfahrtagenturen. Seit über zwei Jahrzehnten wird sie kontinuierlich genutzt und modernisiert. Doch die Alterung macht sich bemerkbar. Immer wieder kommt es zu kleineren Pannen, doch ein derart schwerwiegendes Leck gab es zuletzt vor fünf Jahren.
Wie geht es weiter?
Die Crew arbeitet unter Hochdruck an der Reparatur. Sollte das Leck nicht gestopft werden können, müsste die Station möglicherweise evakuiert werden. Die Rettungskapseln bieten Platz für alle sieben aktuellen Besatzungsmitglieder. Ein Notfall-Szenario ist jedoch nicht ausgeschlossen.
Die Raumfahrtbehörden betonen, dass die Sicherheit der Astronauten oberste Priorität hat. Die Öffentlichkeit wird auf dem Laufenden gehalten. In den sozialen Medien kursieren bereits Spekulationen, doch offizielle Stellen bitten um Geduld.
Die ISS bleibt ein Symbol internationaler Zusammenarbeit im All. Doch die aktuelle Krise zeigt, wie verletzlich die Station ist. Die nächsten Tage werden entscheidend sein.



