Berlin und der israelische Luftfahrtkonzern Israel Aerospace Industries (IAI) haben eine Absichtserklärung zur Gründung eines gemeinsamen Innovationszentrums für Luft- und Raumfahrt sowie Verteidigung unterzeichnet. Das gab die Berliner Senatskanzlei bekannt. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und IAI-Vorstandsvorsitzender Boaz Levy setzten ihre Unterschriften unter das Dokument.
Ziele des Innovationszentrums
Das geplante Zentrum soll Start-ups in den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Sicherheit sowie Dual-Use-Technologien unterstützen – also Technologien, die sowohl militärisch als auch zivil genutzt werden können. Ziel ist es, Berlins Innovationsökosystem zu stärken, neue industrielle Kapazitäten aufzubauen und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen. Wegner betonte: „Berlin ist der geeignete Standort für ein Innovationszentrum für Luft- und Raumfahrt und Verteidigung.“ Angesichts globaler Krisen sei es wichtig, solche Investitionen gezielt zu fördern, um Berlin zum Innovationsstandort Nummer eins zu entwickeln.
IAI: Ein bedeutender Akteur
IAI entwickelt und produziert zivile und Kampfflugzeuge, Drohnen und Raketen. Bekannt ist das Unternehmen unter anderem für das Raketenabwehrsystem Arrow-3 und das autonome U-Boot BlueWhale. Zudem betreibt IAI Accelerator-Programme wie Catalyst, die jungen Start-ups helfen, sich zu etablieren und Investoren zu finden.
Wirtschaftliche Perspektiven für Berlin
Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey hatte bereits im April auf das große Wachstumspotenzial der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie in Berlin hingewiesen. In der Stadt gibt es rund 130 Unternehmen aus diesem Bereich sowie mehr als 400 Firmen, die an Dual-Use-Technik arbeiten. Das Innovationszentrum soll diese Branchen weiter stärken und neue Impulse setzen.



