Deutschland holt bei Digitalpatenten auf: Bosch in Computertechnik auf Rang vier
Deutschland holt bei Digitalpatenten auf: Bosch auf Rang vier

Deutschland holt bei Digitalpatenten auf: Bosch in Computertechnik auf Rang vier

Die deutsche Industrie und Forschungseinrichtungen schließen ihren Rückstand bei der Entwicklung digitaler Technologien allmählich auf. Im vergangenen Jahr hat die Zahl veröffentlichter Digital-Patentanmeldungen aus Deutschland um über 12 Prozent auf insgesamt 5.051 zugenommen, wie das Patent- und Markenamt (DPMA) in München mitteilte. Deutsche Anmelder lagen damit auf Rang fünf hinter den USA, China, Südkorea und Japan. Besonders stark vertreten war dabei der Technologiekonzern Bosch.

USA und China bleiben in absoluten Zahlen weit vorn

Noch stärker als die deutschen Patentanmeldungen in den digitalen Schlüsseltechnologien legten allerdings diejenigen aus China mit einem Plus von gut 14 Prozent zu. In absoluten Zahlen ist der Rückstand auf die beiden führenden Nationen USA und China nach wie vor groß: 2025 wurden über 15.000 Digital-Patentanmeldungen aus den USA veröffentlicht, aus China über 10.000. Weniger groß ist der Abstand zu Südkorea mit 5.707 veröffentlichten Anmeldungen und Japan mit 5.266.

„Der positive Trend bei digitalen Schlüsseltechnologien macht Hoffnung, dass wir die zukünftigen Märkte mitprägen können“, sagte DPMA-Präsidentin Eva Schewior. Die Zahlen geben nicht den allerneuesten Stand wider, da Patentanmeldungen erst nach einer Frist von 18 Monaten veröffentlicht werden. Anlass der Veröffentlichung ist die bevorstehende Hannover Messe, die am kommenden Montag ihre Pforten öffnet.

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Bosch erreicht in Computertechnik den vierten Platz

Besonders stark war der Zuwachs deutscher Anmelder laut DPMA im Technologiefeld „Computertechnik“, zu dem unter anderem Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz zählen. Top-Anmelder war der südkoreanische Samsung-Konzern vor Microsoft und dem chinesischen Unternehmen Huawei. Auf Rang vier lag mit Bosch ein deutsches Unternehmen.

Neben „Computertechnik“ wertete die Münchner Bundesbehörde die veröffentlichten Patentanmeldungen mit Wirkung für Deutschland in folgenden Bereichen aus:

  • Digitale Kommunikationstechnik
  • Halbleiter
  • Audiovisuelle Technik
  • Datenverarbeitung für betriebswirtschaftliche Zwecke

Dabei flossen sowohl die Zahlen des Deutschen als auch des benachbarten Europäischen Patentamts ein. Doppelte Patentanmeldungen zogen die Autoren der Berechnungen ab, um eine verzerrte Darstellung zu vermeiden.

Die Entwicklung zeigt, dass heimische Firmen ihre Entwicklungsarbeit in der Digitaltechnik verstärken. Jahrzehnte lang war die deutsche Industrie in Bereichen wie Auto oder Pharma technisch vorn, während Europa in der Digitaltechnik hinter den USA und Ostasien lag. Der aktuelle Trend deutet auf eine positive Wende hin, die für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft von entscheidender Bedeutung sein könnte.

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