Internetnutzung in Deutschland sinkt: 67,4 Stunden pro Woche
Internetnutzung in Deutschland sinkt deutlich

Eine aktuelle Untersuchung zeigt: Die Deutschen sind weniger online als in den Vorjahren. Nach einem stetigen Anstieg der Internetnutzung verzeichnet die Postbank Digitalstudie 2026 nun einen deutlichen Rückgang. Im Durchschnitt verbringen die Menschen hierzulande 67,4 Stunden pro Woche im Netz – im Jahr zuvor waren es noch 71,8 Stunden. Besonders auffällig ist, dass viele jüngere Nutzer künftig ihre Online-Zeit bewusst einschränken möchten.

Weniger Social Media und YouTube

Der Rückgang zeigt sich in mehreren populären Kategorien. Messenger-Dienste bleiben zwar die am häufigsten genutzte Online-Anwendung, ihr Anteil fiel jedoch von 81 auf 77 Prozent. Noch deutlicher war der Rückgang bei YouTube: Nur noch 45 Prozent der Befragten nutzen die Plattform regelmäßig, nach 53 Prozent im Vorjahr. Auch soziale Netzwerke verloren an Bedeutung – von 71 auf 64 Prozent. Gleichzeitig stieg die gezielte Informationssuche von 71 auf 74 Prozent. Online-Banking blieb mit 51 Prozent nahezu stabil.

Große Unterschiede zwischen den Generationen

Laut der Studie unterscheidet sich das Online-Verhalten stark nach Altersgruppen. Menschen unter 40 Jahren verbringen durchschnittlich 80,3 Stunden pro Woche im Internet, während die über 40-Jährigen auf 61,7 Stunden kommen. Jüngere nutzen häufiger Streaming-Dienste, soziale Netzwerke, YouTube und KI-Anwendungen. Auch Wearables, Spielekonsolen und Sprachassistenten sind in dieser Altersgruppe stärker verbreitet. Grundlage der Erhebung sind die Antworten von 3050 Personen, die im April und Mai 2026 befragt wurden. Die Ergebnisse wurden nach Alter, Geschlecht und Bundesland gewichtet, um die Bevölkerungsstruktur möglichst genau abzubilden.

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Smartphone bleibt das wichtigste Gerät

Das Smartphone ist weiterhin der dominierende Zugang zum Internet: 86 Prozent der Befragten nutzen es dafür. Dahinter folgen Laptop oder Notebook mit 66 Prozent. Tablets und Desktop-PCs kommen auf 46 beziehungsweise 45 Prozent. Auch bei der Nutzungsdauer liegt das Smartphone vorn: 23,9 Stunden pro Woche entfallen auf mobiles Surfen. Gleichzeitig möchten 17 Prozent der Deutschen ihre private Internetnutzung in den kommenden zwölf Monaten reduzieren. Bei den 18- bis 39-Jährigen betrifft das fast jede dritte Person. Als Gründe nennen die Befragten mehr Zeit für andere Aktivitäten, weniger Ablenkung sowie gesundheitliche Aspekte.

Offenheit für neue Angebote bleibt hoch

Trotz des Trends zur Reduzierung ist die Bereitschaft, neue Online-Dienste auszuprobieren, ungebrochen. Wer künftig mehr Zeit im Internet verbringen möchte, nennt vor allem KI-Dienste als Grund. Bereits 38 Prozent der Befragten nutzen entsprechende Suchangebote regelmäßig. Bei den unter 40-Jährigen sind es sogar 58 Prozent. Die Postbank Digitalstudie 2026 zeigt somit ein differenziertes Bild: Während die Gesamtnutzung sinkt, wächst das Interesse an zielgerichteten und innovativen Angeboten.

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